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Wirtschaft

Europa-Büro in Frankfurt fördert Investitionen nach Chile

Frankfurt, 30. November 2017. Chile möchte Investitionen aus dem Ausland künftig noch stärker fördern, vor allem in den Bereichen Erneuerbare Energie, Technologie, Innovation, Unternehmensgründung. Die staatliche Agentur InvestChile eröffnet ihre Europa-Dependance in Frankfurt. Ziel ist es, potenziellen Investoren aus Europa mit Service, Netzwerken und Navigation gezielt zur Seite zu stehen.

Weltweit flossen 2016 die meisten ausländischen Investionen nach Chile in die Bereiche Energie und Bergbau. Aktuell werden zwei Drittel der gesamten Solarenergie Lateinamerikas in Chile generiert, aber auch in vielen anderen Bereichen böten sich attraktive Möglichkeiten für Innovation und Investionen, skizziert Carlos Álvarez, Direktor von InvestChile, zum Beispiel in der Nahrungsmittelindustrie, bei Technologie und Dienstleistungen im Bereich Bergbau, im Tourismus und auch bei digitalen Services für den Export.

„Fit for Partnership“ stärkt Vertrauen in neue Exportmärkte

Berlin, 3. November 2017. Software für die Sicherheit bei der Arbeit im Bergbau, handwerkliches Design oder IT-Lösungen für Krankenhäuser: Wenn chilenische Unternehmen ihre Produkte und Services nach Deutschland exportieren, so ist dies ein unternehmerisches Wagnis. „Fit for Partnership“, ein Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi), vermittelt das nötige Rüstzeug, damit dieser Sprung gelingt. Die Fortbildung führte nun zwanzig Unternehmer aus Chile vier Wochen lang durch Deutschland.

Germán Briones war einer der Teilnehmer der Pilotgruppe. Sein Unternehmen heißt Rupestre und vertreibt handgemachtes Design von lokalen Kleinunternehmen und Kunsthandwerkern aus ganz Chile, z.B. Lammfellpantoffeln, Lederschürzen und Gürtel, Holzbrettchen und ökologisches Kinderspielzeug, dies alles nachhaltig und qualitativ hochwertig produziert. „Für mich hat sich ein Traum erfüllt“, so Briones am Ende der Deutschlandreise. Er hat Vertriebspartner gefunden – auch kann man seine Produkte in Europa künftig per Internet ordern. Auf der Rundreise lernte die Besonderheiten der deutschen Geschäftskultur kennen.

Chile im Wettbewerb um Oscar für Abenteuertourismus

Berlin, 17. Oktober 2017. Im Rahmen der 24. World Travel Awards erhielt Chile zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung als bestes Reiseziel für den Abenteuertourismus in Südamerika. Im weltweiten Ranking bewirbt sich das südamerikanische Land nun ebenfalls um den Titel. Unter den Nominierten sind noch die Länder Australien, Ecuador, Japan, Kanada, Neuseeland, Sri Lanka, Thailand und die USA.

Am 10. Dezember 2017 werden die Ergebnisse auf der vietnamesischen Insel Phu Quoc bekannt gegeben. Bis Ende Oktober kann man auf der Homepage der World Travel Awards Chile unterstützen und seine Stimme für das Land abgeben.

„Diese Nominierung bestätigt unsere Führungsrolle im Abenteuer- und Naturtourismus. Dies ist das Ergebnis der ausgezeichneten internationalen Werbetätigkeit, bei der wir Touristen motivieren, nach Chile zu kommen. Chile ist ein ideales Reiseziel für Abenteuertourismus, mehr als zwanzig Prozent des Landes sind Schutzgebiete. So können die Touristen sicher sein, einen geschützten Naturraum mit einer atemberaubenden Flora und Fauna vorzufinden. Ein Beweis dafür sind die Schätzungen für die kommende Sommersaison, in der wir einen Anstieg der Touristenzahlen um 21 Prozent erwarten“, so der Tourismusbeauftragte Javier Montes.

Anuga 2017: Superfood, Bioprodukte und Innovation im Fokus

Frankfurt, 4. Oktober 2017. Mehr als 40 Unternehmen aus Chile zeigen auf der Anuga 2017 in Köln (Gastro- und Lebensmittelmesse) ihre Produkte. Besonderer Fokus liegt in diesem Jahr bei den Nahrungsmitteln aus kontrolliertem Anbau, Superfoods und Produktinnovationen. 

Zwei wichtige zukünftige Food-Trends werden die Suche nach neuen Eiweißquellen (Protein) sein sowie die Entwicklung gesünderer Lebensmittel, die neben (angereicherten) natürlichen auch funktionale Zusatzstoffe enthalten. Um auf diese Trends zu reagieren und die Vorteile für diese  agroindustriellen Lebensmittel zu nutzen, ist Chile mit einer Reihe von Maßnahmen, öffentlich-privaten Initiativen sowie auch im Abschluss von internationalen Abkommen aktiv geworden und hat die eigene Nahrungsindustrie umgestaltet, mit dem Fokus auf drei Bereiche.

Die Menge der Nahrungsmittel aus zertifiziertem, ökologischem Landbau wächst kontinuierlich, ebenso die Erträge im Bereich Superfood - dazu zählen z.B. Quinoa, Algen, Heidelbeeren, Maqui-Beeren, Chia, Amarant und Grünkohl – bei diesen Lebensmitteln ist Chile bereits einer der weltweit führenden Exporteure. Auch der zertifizierte ökologische Landbau wird in Chile immer wichtiger. Im Jahre 2016 wurden bereits 131.973 Hektar Land nachhaltig bewirtschaftet, und damit 30% mehr als noch im Jahr 2015. Zu erwähnen sind ebenfalls Projekte, die sich auf die Entwicklung funktionaler Inhaltstoffe und natürlicher Zusatzstoffe, Verpackungen von Lebensmitteln und Container sowie auf die Technologie-Entwicklung für die Landwirtschaft konzentrieren.

Erneuerbare Energie: GIZ in Chile berät, informiert, bildet aus

Berlin, 13. Juli 2017. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist bereits seit dem Jahre 1990 in Chile tätig. Aktuell liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit in den Bereichen Umwelt, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Bei diesen Themen bietet die GIZ Beratung an, stellt Fachinformationen zur Verfügung und organisiert Konferenzen. Sie berät das Energieministerium in Chile, wenn es darum geht, die nationale Energieagenda umzusetzen. Deren oberste Ziele sind die Diversifizierung der chilenischen Stromversorgung sowie eine Verminderung beim Ausstoß von Treibhausgasen.

In ihrer Geschäftsstelle in Santiago beschäftigt die GIZ 50 Mitarbeiter, von denen sich fast die Hälfte mit Projekten im Bereich Energie befassen. Dies war nicht immer so: Anfangs, in den 90er Jahren, lag der Schwerpunkt der deutsch-chilenischen Kooperation verstärkt auf der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Chiles.