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Wirtschaft

"Andean Heritage": Designerin präsentiert ethische Mode


"Zurita" steht für feine Mode aus Chile, ökologisch und sozial korrekt hergestellt. Foto: Daniel Gil

Berlin, 24. Juni 2016. Gabriela Farias Zurita ist Modeschöpferin. Ihr Label „Zurita“ verbindet zeitgenössisches Design mit ganz traditionellen Handwerkstechniken zu ethischer Mode, die sozialen und ökologischen Standards entspricht. Mit ihrer Kollektion ist die Chilenen nun zu Gast beim „Green Showroom“ (28.-30. Juni) im Rahmen der Berlin Fashion Week.

Colchane ist ein kleiner Ort in den chilenischen Anden, auf 3.700 Metern Höhe, nahe der bolivianischen Grenze. Die Gegend gehört traditionell zum Einzugsgebiet der Aymara-Gemeinschaften, deren Textil- und Webtraditionen aus prähispanischer Zeit bis heute lebendig sind. Hier im Norden Chiles arbeitet Gabriela Farias Zurita mit den Frauen zusammen, die frei grasende Alpakas halten und täglich einige Stunden nach traditioneller Art Stoffe aus deren Wolle weben. Als Modekategorie spricht Zurita von „Andean Heritage“ (Kulturerbe der Anden).

Auf das Färben wird bei den Kleidungsstücken größtenteils verzichtet. Wenn doch gefärbt wird, dann nur mit natürlichen Methoden (z.B. mit Hilfe von Farbstoffen aus Pflanzen oder der Cochenille-Blattlaus). Unter dem Slogan „Low Impact“ entwirft die Designerin andere modische Kleidungsstücke, z.B. aus Seide oder Leinen, deren Herstellung vergleichsweise eher geringe Folgen für die Umwelt hat: „Bei der Seidenverarbeitung fallen weniger Pestizide an, und bei der Herstellung von Textilien aus Leinen wird weniger Wasser verbraucht“, erklärt sie.

Neues Abfallgesetz trifft auf unternehmerische Realität

Berlin, 30. Juni 2016. Was bedeutet das neue Abfallgesetz, das kürzlich in Chile verabschiedet wurde, ganz konkret für Behörden, Unternehmen und Bürger? Wie lässt sich der Anspruch des Gesetzes in den Alltag der Unternehmer integrieren? Eine Delegation aus Chile informierte sich in Deutschland.

Treffen fanden in der Botschaft statt, zum Beispiel mit Eva Schulze vom Bundeskartellamt. Im Bundesumweltministerium referierte Ministerialdirigent Thomas Rummler, der für den Bereich Abfallwirtschaft zuständig ist, aus politischer Sicht über das Thema. Und in Oppin in Sachsen-Anhalt, wo die Gruppe eine Abfallsortieranlage besuchte, wurden praktische Aspekte erörtert.

Zu den Teilnehmern aus Chile gehörten Alejandra Salas (Leiterin des Amtes für Abfall und Umweltrisiken) und Jacqueline Moraga (Koordinatorin Förderungsgesetz Recycling) vom chilenischen Umweltministerium. Daneben waren Unternehmen und Verbände vertreten: Carozzi (Lebensmittel), Wines of Chile, Coca-Cola, Unilever und Reclay (Entsorgung) sowie die „Food and Beverage Association of Chile“. Die Delegation interessierte sich vor allem für die wirtschaftlichen Aspekte bei Abfallvermeidung, Recycling und Entsorgung in Deutschland, wo inzwischen 50 Milliarden Euro pro Jahr in diesem Sektor umgesetzt werden, bei 430 städtischen und 3000 privaten Unternehmen und 250.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Experten diskutieren Energieeffizienz und Bürgerbeteiligung

Berlin, 15. Juni 2016. Gastón ist die lebensfrohe Hauptfigur in einem kurzen Zeichentrickfilm, mit dem die chilenische Regierung bei ihren Bürgern für das Energiesparen wirbt ("gastar" bedeutet verschwenden). Energieeffizienz ist derzeit ein großes Thema, auch in Chile. Jetzt reisten Experten nach Deutschland, um sich mit den europäischen Kollegen auszutauschen. Zweites wichtiges Thema: Bürgerbeteiligung bei Energieprojekten.

Dachte man früher beim Begriff Energiesparen zunächst nur an Endverbraucher und Privathaushalte, so umfasst das Konzept heute sämtliche Produkte und wirtschaftlichen Produktionsprozesse. „Die drei Säulen unserer Energieagenda heißen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Bürgerbeteiligung“, erklärt der Diplomat Francisco Ulloa. „Chile definiert darin das Ziel, bis 2025 insgesamt 20% weniger Energie zu verbrauchen als heute.“

Seafood-Unternehmen auf der Expo Global 2016 in Brüssel

Ob bei Lachs, Makrele oder Muscheln, Krabben, Tintenfisch, Hecht oder Abalonen aus dem Pazifik: Chile gehört weltweit zu den führenden Exportländern für Fisch und Meeresfrüchte. Auf der „Seafood Expo Global 2016“ vom 26. Bis 28. April in Brüssel präsentieren sich 21 der wichtigsten Unternehmen.

“Wir heißen an unseren Ständen alle willkommen, die mehr über unser Land erfahren möchten, sagt Susana Véliz, Chiles Handelsrepräsentantin in Belgien. „Unser Ziel auf dieser Messe ist es, den Marktanteil an schon verarbeitetem Fisch wie etwa Räucherlachs, Konserven und Convenience-Produkten zu erhöhen – und zwar in den schon weit entwickelten, sogennanten „konsolidierten“ Ländern. Und in den neuen Märkten möchten wir zunächst weiter wachsen mit den originären Produkten.“

EU und Chile: Handel mit Bioprodukten

Berlin, 8. April 2016. Die Europäische Union (EU) und Chile haben Verhandlungen über ein Abkommen für den Handel mit Bioprodukten abgeschlossen. Es ist die erste bilaterale Anerkennung ihrer Art mit einem lateinamerikanischen Land. 

 

Das Abkommen bietet eine starke Grundlage für die Entwicklung des Bio-Sektors. Denn: Durch die Vereinbarung werden EU und Chile gegenseitig die Gleichwertigkeit ihrer Bio-Produktionsregelungen und Kontrollsysteme anerkennen und ein hohes Maß an Respekt für das Prinzip der biologischen Produktion sicherstellen, heißt es in der Pressemitteilung.