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NordArt: Zwölf Künstlerinnnen aus Chile präsentieren Werke

Carlos Medina, Kulturbeauftragter der Botschaft, auf der NordArt vor den Werken der Künstlerin Constanza Ragal. Fotos: Victor Abujatum

Berlin, 19. Juni 2017. Zwölf chilenische Künstlerinnen, von denen einige aktuell in Berlin leben, präsentieren ihre Werke auf der NordArt 2017 in Schleswig-Holstein. Dies ist eine der größten jährlichen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa, mit über 200 teilnehmenden Künstlern aus aller Welt.

Die chilenische Gruppenausstellung, die mit Unterstützung der Botschaft zustande kam, trägt den Titel „Twelve Contemporary Woman Artists“. Alle der teilnehmenden Künstlerinnen sind in den 80er Jahren geboren; sie arbeiten zu den unterschiedlichsten Themen und mit verschiedensten Materialien und Ausdrucksformen.

Constanza Ragal (Motive im Foto oben) hinterfragt in ihren Werken den modernen Begriff der Schönheit, die Konzepte von Oberfläche und Plastizität. „Ich beschäftige mich mit Problemen der Filmästhetik, der Medien und der Massenwerbung, indem ich Ressourcen und die Vorstellungskraft der Medien in die traditionelle Sprache des Ölbildes übertrage. Ich arbeite collagenartig, wobei Elemente aus der zeitgenössischen Kultur, Mode, des Bühnenbildes und der Textilkunst integriert werden können“, so die Künstlerin. 

Bernadita Bennett (Foto unten) erforscht die technischen Möglichkeiten der Fotografie und manipuliert sie, um „Stop-Motion“-Serien und Fotomontagen zu erstellen. Mit dieser Veränderung schafft sie Aspekte der Fremdheit im Bild. „Mein künstlerisches Interessen gilt Identitätsaspekten von Personen sowie urbanen Außenansichten, die ich systematisch erfasse, um Dokumentarserien verschiedener Räumlichkeiten zu generieren. Diese sind zunächst nach Faktoren wie Ähnlichkeit geordnet; durch eine Neuordnung der Bilder wird die falsche Identität wirklichkeitsnah enthüllt."

Folgende zwölf Künstlerinnen nehmen an der Gruppenausstellung teil: Josefina Astorga, Bernadita Bennett, Jacinta Besa, Colomba Fontaine, Luisa Granifo, María Ossandón, Contanza Ragal, Dominique Schwarzhaupt, Natalia Urnia, Catalina Valenzuela, Dominga Vergara und Isidora Villarina.

Die NordArt in Büdelsdorf läuft noch bis bis 8. Oktober. Weitere Informationen zu den einzelnen Künstlerinnen finden sich auf der Website der NordArt.

Bernadita Bennett erforscht mit den technischen Möglichkeiten der Fotografie Aspekte von Identität.

Stromausschreibung 2017 über 2.500 GWh für 20 Jahre

Berlin, 9. Juni 2017. Mit einer Stromausschreibung im Dezember lädt die chilenische Regierung internationale Unternehmen ein, die für Chile eine Menge von 2.500 GWh Energie über 20 Jahre zur Verfügung stellen können. Die Auschreibung ist technologieneutral.

Bei seinem Besuch in Berlin erklärte Andrés Romero, Chef der Regulierungsbehörde CNE (Comisión Nacional de Energía) Hintergründe der chilenischen Energiepolitik und die Energieagenda 2050. Gemeinsam mit der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) hatten die Botschaft und ProChile eine Veranstaltung zu diesem Thema organisiert. Botschafter Patricio Pradel empfing zu dem Event rund 50 Gäste aus Unternehmen, öffentlichen Organiationen und aus dem Bereich Consulting.

Systemservices für Stromübertragung: Delegation in Berlin

Berlin, 17. Mai 2017. Das chilenische Parlament verabschiedete 2016 ein Gesetz, das die Stromübertragung regelt, vor allem im Hinblick auf die erneuerbaren Quellen. Nun reiste eine Delegation nach Berlin, um sich über diverse Themen der praktischen Umsetzung zu informieren.

Die chilenischen Beamten des Energieministeriums nahmen zwei Tage lang an Workshops und Vorträgen teil. Der thematische Fokus lag dabei auf den Systemdienstleistungen, die im Markt der Stromübertragung relevant sind. Organisiert und mitfinanziert wurde der Besuch von der GIZ {Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit). Der Ort der Veranstaltung war das Berliner Ausbildungszentrum GridLab.

Wirtschaftstag der Pazifik-Allianz in Bayern

Berlin, 8. Mai 2017. Der Wirtschaftstag der Pazifikallianz fand kürzlich in München statt, in der Internationalen Handelsmesse. Kernthemen waren die Ausrichtung der Handelsunion mit den Ländern Kolumbien, Mexiko, Peru und Chile sowie Business-Möglichkeiten der Unternehmen.

Patricio Pradel, Botschafter der Republik Chile, begrüßte zunächst das Publikum. Zu den Referenten gehörten Stephanie Spinner-König, Vizepräsidentin der IHK München und Oberbayern sowie Georg Daschner vom Lateinamerika-Verein. Daschner sprach von den hervorragenden Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen der Pazifikallianz und deutschen Unternehmen und Institutionen und wies auf die gemeinsamen Werte der Länder hin. Es folgte ein Panel-Diksussion. Prof. Günther Maihold, Stellvertretender Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, sprach über die Pazifikallianz als einem neuen regionalen Verbund in Lateinamerika; er wagte vorsichtig positive Aussichten für die Entwicklung des Kontinents.

„Stumme Herzen“: Carla Guelfenbein stellt neuen Roman vor

    

Berlín, 18. Mai 2017. In ihrem vielstimmigen neuen Roman "Stumme Herzen" geht Carla Guelfenbein der Frage nach: Wie viel schulden wir den Menschen, die wir lieben? Am Montag, 22. Mai, um 19 Uhr stellt die Autorin ihr neues Werk im Instituto Cervantes in Berlin vor.

Die legendäre Schriftstellerin Vera Sigall lebt im Alter zurückgezogen in ihrem Haus in Santiago de Chile. Kaum jemand weiß von ihrer Verbindung zu dem berühmten Dichter Horacio Infante. In jungen Jahren hatten die beiden eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, feilten gemeinsam an ihren Texten, feierten erste Erfolge. Doch erst Jahrzehnte später, als Vera nach einem Unfall im Koma liegt, kommt eine junge Studentin auf die Spur einer ungeheuren Wahrheit. Der Roman erzählt die Geschichte eines Paares, das sich leidenschaftlich verfallen ist und doch für immer miteinander ringt: um Worte, Anerkennung und darum, ein freies und glückliches Leben zu führen.

Lyrikband "Atemübung": Hommage an Gonzalo Rojas

     

Der Lyrikband "Atemübung", der in Kürze erscheint, enthält viele Gedichte von Gonzalo Rojas, die nun erstmals ins Deutsche übersetzt wurden. Cover: Edition Schwarzdruck.

Berlin, 10. Mai 2017. Gonzalo Rojas gehört zu den großen lyrischen und literarischen Stimmen Chiles, und sein 100. Geburtstag wird mit einem ganzen Gedenkjahr in verschiedenen Städten und Ländern zelebriert. In Deutschland erscheint jetzt die Anthologie „Atemübung“ mit Illustrationen des Künstlers Roberto Matta. Der zweisprachige Lyrikband wird am 15. Mai um 19 Uhr im Berliner Instituto Cervantes präsentiert.

Zur Einführung spricht Dr. Fabianne Bradu, Schriftstellerin und Wissenschaftlerin, die an der Universidad Autónoma de México forscht; sie gilt als eminente Kennerin des Werkes. Im Oktober 2016 erschien bereits ihre 600-seitige Rojas-Künstlerbiografie „El volcán y el sosiego“ (zu deutsch: „Der Vulkan und die Ruhe“). Zur Buchvorstellung in Berlin kommt ebenfalls Dr. Rodrigo Rojas Mackenzie, der in Kassel ansässige älteste Sohn des Dichters und Repräsentant der „Stiftung für Iberoamerikanische Studien Gonzalo Rojas“. Zudem werden Übersetzer und Mitherausgeber Reiner Kornberger sowie Verleger Marc Berger von der Edition Schwarzdruck anwesend sein.

Entwicklungsmotor Energie: Bío Bío hat eigene regionale Ziele

Berlin. 2. Mai 2017. Energie als regionaler Entwicklungsmotor: Das ist das große Ziel in Biobio, der VIII. Region Chiles. Eine Delegation mit Vertretern aus Verwaltung, lokalen Unternehmen und Wissenschaft reiste jetzt von Concepción nach Deutschland, um Netzwerke und Knowhow für einen geplanten Energie-Cluster aufzubauen.

Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen und Baden-Württemberg: Auf Länderebene trafen sich die Chilenen im Rahmen ihrer Energieinitiative mit deutschen Politikern, Unternehmern, Wissenschaftlern und Experten aus den Bereichen Wirtschaftsförderung und technische Fachausbildung. Themen wie Energieeffizienz, Bürgerbeteiligung und Wissenstransfer kamen zur Sprache.„Die Reise ist auch vor dem Hintergrund unserer nationalen Energiepolitik Energía 2050 zu sehen“, skizziert Francisco Ulloa, Zweiter Sekretär und zuständig für Energiepolitik in der Berliner Botschaft. So beziehe sich ein wichtiger Punkt im Energieplan der chilenischen Regierung auf genau diese Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Verwaltung, Investoren und Wissenschaftlern, und das explizit auch auf lokaler Ebene - denn solche Kooperationen können zu einer nachhaltigen (Energie-)Wirtschaft beitragen.