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Pazifik-Allianz: Geschäftschancen für deutsche Mittelständler

Jacqueline González Meyer (Zweite Sekretärin), Andrea Mandalka (Fraunhofer-Institut, Bereich Internationale Geschäftsentwicklung Lateinamerika) und Botschafter Patricio Pradel sprechen über Innovation und Forschung für Chile.

Berlin, 7. April 2017. Kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland könnten noch wesentlich stärker als bisher mit den Ländern der Pazifischen Allianz kooperieren, zum Beispiel im Bereich Infrastruktur (Kolumbien), Energiedienstleistungen (Peru und Chile), im Automobilsektor (Mexiko) oder in den Bereichen Food und Biotechnologie (Chile). Dafür warb Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft BVMW, auf einer Veranstaltung in der Botschaft von Mexiko.

Das Thema der Tagung lautete: „Geschäftschancen für deutsche Unternehmen in den Länder der Pazifik-Allianz – Mexiko, Kolumbien, Chile und Peru". Bereits heute gebe es mit diesen Ländern ein sehr erfolgreiches Exportgeschäft. „Aber das ist in Deutschland und Europa noch nicht bekannt genug“, sagte Verbandspräsident Mario Ohoven. In Deutschland würden 82 Prozent aller dualen Ausbildungsplätze von kleinen und mittelständischen Unternehmen bereitgestellt, und die Mittelständler seien – statistisch gesehen – fünf Mal so innovativ wie Großunternehmen, was die Anzahl der Patente angeht. Aus Sicht des Verbandspräsidenten ist dies ein enormes Potenzial für die Länder der Pazifik-Allianz. „Der Freihandel ist ein gutes Signal, ein Segen der Globalisierung“, fügte er hinzu. Ber BVMW spricht nach eigenen Angaben für 270.000 Unternehmen mit insgesamt neun Millionen Beschäftigten. Der Verband hat auch ein Verbindungsbüro in Mexiko.

„Die Region der Pazifik-Allianz bietet mit einer Gesamtbevölkerung von 217 Mio. Menschen und einem Pro-Kopf-Einkommen von durchschnittlich 15.300 € und einem positiven Wachstum sehr gute Möglichkeiten für Unternehmer aus Deutschland“, sagte Chiles Botschafter Patricio Pradel. Besonders im Bereich der Dualen Ausbildung, bei Innovation und Forschung seien Impulse aus Deutschland gefragt, so Pradel. Chile hat aktuell den Vorsitz der Pazifik-Allianz. „Unser Ziel ist es, noch mehr kleine und mittlere Unternehmen in die industriellen Prozesse in Mexiko einzubinden. Sie können insgesamt in den Ländern der Pazifischen Allianz dazu beitragen, den intraregionalen Handel zu stärken“, sagte der mexikanische Botschafter Rogelio Granguillhome. In der aktuellen Situation sei Deutschland ein besonders wichtiger Partner für Mexiko, und dies gelte ebenso für die anderen Länder der Pazifischen Allianz.

Kolumbien setzt aktuell auf Tourimus. So gebe es zum Beispiel für den Bau von Hotels in Städten mit rund 200.000 Einwohnern für die kommenden 20 Jahre garantierte steuerliche Vergünstigungen, skizzierte Bernado Romero, Botschaftsrat von Kolumbien. Für Peru haben nach Angaben von Botschafter Elmer Schialer in den kommenden Jahren die Bereiche Infrastruktur, (Erneuerbare) Energie und Chemie eine hohe Priorität. In Chile gibt es gute Möglichkeiten im Bereich der Nahrungsmittelindustrie und auch Biotechnologie.

Die Pazifische Allianz existiert seit 2011; sie versteht sich als pragmatisches, handelsorientiertes Wirtschaftsbündnis. Aktuell gibt es Verhandlungen mit dem Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela); die Idee dahinter ist, die beiden Bündnisse einander stärker anzunähern und themenspezifische Kooperationen anzustoßen.

Botschafter Patricio Pradel skizzierte in seiner Einführungsrede die Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen innerhalb der Pazifischen Allianz. 

ProWein: Qualität, Diversität und Nachhaltigkeit

Berlin, 27. März 2017. Chile ist der wichtigste Weinexporteur der Neuen Welt und der viertgrößte weltweit. Auf der ProWein in Düsseldorf präsentierten sich jetzt 63 der wichtigsten Weingüter und 110 Branchenvertreter. Botschafter Patricio Pradel eröffnete den Stand zusammen mit Mario Pablo Silva, Präsident von „Wines of Chile“ und Geschäftsführerin Angelica Valenzuela.

„Chile ist heutzutage weltweit bekannt für seine Trauben Carmenère und Cabernet Sauvignon", unterstrich Angelica Valenzuela. „ Auf der ProWein in diesem Jahr möchten wir über Qualität, Diversität, Innovation und Nachhaltigkeit der chilenischen Weine sprechen.“ Zu diesem Zweck gab es auf der Messe themenspezische Verkostungen und Seminare, etwa zum Thema Nachhaltigkeit und organische Weine. Das südamerikanische Land blickt beim Weinanbau auf eine 450-jährige Historie zurück. Diego Torres, Direktor von ProChile Deutschland freute sich über den erfolgreichen Messeauftritt 2017 und fügte hinzu: „In 2016 exportierte Chile Flaschenweine im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar, und wir sehen noch deutliches Wachstumspotenzial. Die Prowein ist eine exzellente Plattform, um der Weltöffentlichkeit unsere Produkte und die neuesten Trends aus Chile vorzustellen.

Lyrik des 20. Jahrhunderts: Mario Markus stellt Anthologie vor

Berlin, 28. Februar 2017. Gabriela Mistral und Pablo Neruda, Gonzalo Rojas und Óscar Hahn: In Chile haben die Dichter seit jeher eine besondere Position als Geschichtenerzähler, die die Identität des Landes in besonderer Weise prägen und abbilden. „Chilenische Lyrik im bewegten 20. Jarhundert“ heißt der Gedichtband, den Mario Markus am Freitag, 3. März, um 19 Uhr im Instituto Cervantes Berlin vorstellen wird. 

Der Deutsch-Chilene Mario Markus, Sohn deutscher Exilanten, denkt und arbeitet interdisziplinär: Er war im Hauptberuf ein herausragender Physiker, der auch lange am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund geforscht hat. Neben seinem naturwissenschaftlichen Interesse hat er eine große Leidenschaft für Literatur und Poesie. Markus verfasste Lyrikbände und Romane; er rezitiert und übersetzt Gedichte. Im Instituto Cervantes stellt er nun seine eigene Anthologie der chilenischen Lyrik vor, also seinen eigenen Blick auf das 20. Jahrhundert. Sein Anliegen ist es, Brücken zu bauen zwischen den beiden Kulturen, wie er es nennt, der Naturwissenschaft und Kunst, und zwischen den Vorstellungswelten Chiles und Deutschlands. Mario Markus organisierte seit den 80er Jahren auch Arbeiten und Ausstellungen zum Thema Computergrafik, die international ausgestellt wurden. Bereits auf deutsch erschienen ist sein Lyrikband „Stiche“ (Lychatz Verlag, Leipzig 2016). Zudem hält er populärwissenschaftliche Vorträge, wie etwa 2016 in der Berliner „Urania“ („Wie ich lernte, die Insekten zu bewundern").

Grüne Woche: Chef Ricardo zaubert Köstliches mit Blaubeer

Berlin, 23. Februar 2017. Botschafter Patricio Pradel eröffnete den Chile-Stand auf der „Grünen Woche“, gemeinsam mit dem in Tokio ansässigen chilenischen Chefkoch Ricardo Gonzalez, der eigens zur Präsentation nach Berlin gereist war. Themenschwerpunkt in diesem Jahr sind die Blaubeeren. Chef Ricardo zauberte ungewöhnliche Kreationen für die Messebesucher, wie etwa Salat aus Couscous mit feinen Linsen, Blaubeeren und Petersilie oder Amuse-Gueules mit Kräckern, Schimmelkäse und Blaubeer. 

Pablo Larraín präsentiert sein erstes Theaterstück in Berlin

Berlin, 3. März 2017. Filmemacher Pablo Larraín („Neruda“, „El Club“) hat mit „Acceso“ seine erste Theaterarbeit vorgelegt. Es ist der Monolog des Straßenverkäufers Sandokan (gespielt von Roberto Farías), der im Transantiago-Bus Billiprodukte unter die Leute bringt. Am 1. Und 2. April ist das Stück nun an der Berliner Schaubühne zu sehen, im Rahmen des „Festival Internationale Neue Dramatik“ – FIND.

Silberner Bär und Teddy Award für "Eine fantastische Frau"

Berlín, 18. Februar 2017. Daniela Vega ist die gefeierte Hauptdarstellerin „Marina“ in Sebastian Lelios vielbeachtetem Film „Una Mujer Fantástica“. Es ist die Geschichte der Transsexuellen Marina und ihr Leben gegen alle Widerstände in Chiles Hauptstadt Santiago sowie ihren Kampf für das Recht auf Trauer. Bei der Berlinale gewann der Film nun den Silbernen Bären für das beste Drehbuch sowie den "Teddy Award" für Toleranz und Gleichstellung.

Zur Weltpremiere kamen nicht nur Regisseur und Hauptdarsteller, sondern auch der chilenische Kulturminister Ernesto Ottone und Botschafter Patricio Pradel in den Berlinale-Palast. Sebastian Lelio war in Berlin als Regisseur längst kein Unbekannter. Bereits 2013 gewann er mit „Gloria“ den Silbernen Bären für die beste Hauptdarstellerin.

Die anderen Projekte von chilenischen Filmemachern auf dem diesjährigen 67. Internationalen Filmfestival  sind „Adriana’s Pact“, ein Dokumentarfilm zur Aufarbeitung der Diktatur von Regisseurin Lissette Orozco, sowie „Casa Roshell“ von Camila Donoso, eine chilenisch-mexikanische Co-Produktion. Auch dieser Film befasst sich mit dem Thema Transsexualität. Der Film läuft bei der Berlinale im „Forum“; diese Sektion ist politischen Reportagen sowie avantgardistischen und experimentellen Filmen vorbehalten.

Canal 13: Stadtporträt über Berlin aus chilenischer Sicht

Berlín, 12. Januar 2016. Der chilenische Fernsehsender Canal 13 zeigt heute abend um 22 Uhr chilenischer Zeit in seiner Reihe „Hemisferio Derecho“ ein Stadtproträt über Berlin, Sehnsuchtsort für Künstler und Globetrotter aus Südamerika. Rund 3.000 Chilenen leben aktuell in der deutschen Hauptstadt. „Sesión Berlín“ hat einigen von ihnen nachgespürt und sie in Berlin getroffen.  Sesión Berlín   Hemisferio Derecho   Canal 13