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Gamescom: Internationale Anerkennung lässt Chiles Videospieleindustrie glänzen

Berlin, 9. August 2018. Die chilenische Industrie der Videospiele boomt, und Europa gehört derzeit zu ihren Hauptmärkten. Zwölf Entwicklerunternehmen sowie der Verband der chilenischen Videospiele VG Chile werden in diesem Jahr vom 21. bis 23. August zum dritten Mal in Folge auf der Gamescom vertreten sein, der wichtigsten europäischen Konferenz der Branche in Köln.

Derzeit gibt es in Chile rund 40 Unternehmen, die Videospiele entwickeln. Der größte Teil von ihnen ist im Verband Videogame Development Companies (VG Chile) organisiert. Nach dessen Angaben  betrug der Gesamtumsatz der Branche 2017 knapp sechs Millionen US-Dollar. Die Konsolidierung dieser Kreativindustrie steht in direktem Zusammenhang mit ihrer Förderung auf internationaler Ebene, und aus diesem Grund nahmen drei Viertel der Spieleentwickler im vergangenen Jahr an Auftritten, Messen und Festivals im Ausland teil und konnten dadurch mehr als eine Million US-Dollar Umsatz erzielen.

Die dynamische Entwicklung der chilenischen Spielebranche ist beeindruckend, und der Erfolg misst sich nicht allein in Umsatzraten. Gleich vier verschiedene Videospiele aus Chile haben erst vor kurzem bedeutende internationale Preise und Nominierungen gewonnen, wie etwa „Rock of Ages II“ von AceTeam, „Omen of Sorrow“ von AOne sowie „Viking Hunters“ von BattleMango und „Massive Warfare: Rush“ von Tiny Bites (Details s. Link unten). Kürzlich wurde eine wichtige Kooperation bekanntgegeben: Das US-amerikanische Unternehmen iEntertainment Inc. wird künftig mit dem chilenischen Entwickler Gamaga für einen bedeutenden Fernsehkanal zusammenarbeiten. Das erste Projekt heißt „Red Crimes: Hidden Murders“.

Der Messeauftritt (Halle 3.2, Stand B-071 im Businessbereich, vom 21.bis 23. August) wird unterstützt von ProChile, der staatlichen Außenhandelsorganisation des Landes. Am Mittwoch, 22. August um 17 Uhr lädt ProChile am Messestand zu einem Networking-Event statt: Chilean-Colombian Videogames Night. Die Infos im Detail: Chile auf der Gamescom 2018 

Außenminister Ampuero trifft Heiko Maas und thematisiert Colonia Dignidad

Berlin, 18. Juli 2018. Außenminister Roberto Ampuero hat heute in Berlin mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas ein Arbeitstreffen abgehalten. Dabei kamen unter anderem die Hauptthemen der bilateralen Beziehungen, die aktuelle Situation in Lateinamerika sowie internationale politische Fragen zur Sprache.

Chiles Außenminister war aus Brüssel eingetroffen, wo er am II. Treffen der Celac-Minister (Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten) und der EU-Minister teilnahm. „Chile ist sehr eng mit Deutschland verbunden“, sagte Roberto Ampuero, der Deutschland aus eigener Erfahrung gut kennt. Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre lebte er im östlichen Teil Berlins und in der ehemaligen DDR; 1983 zog er dann nach Bonn; zehn Jahre später kehrte er von dort nach Chile zurück.

In der Sitzung mit dem deutschen Außenminister betonte Ampuero, dass „beide Länder viele Werte und Ansichten teilen, wie in Bezug auf Völkerrecht, Menschenrechte, Demokratie, Freiheit, Wirtschaft und Handel.“ Heiko Maas äußerte sein Interesse daran, „die Zusammenarbeit mit Chile zu vertiefen, denn Chile ist ein Anker der Stabilität in Lateinamerika“. Der deutsche Außenminister hob auch die gute Kooperation in Energiefragen und bei der Dualen Ausbildung hervor sowie außerdem die laufenden Verhandlungen zur Modernisierung des seit 2004 geltenden strategischen Assoziierungsabkommens zwischen Chile und der Europäischen Union. „Chile kann bei diesen Verhandlungen mit der EU auf die volle Unterstützung der Bundesregierung zählen“, so Maas. Chiles Außenminister Ampuero unterstrich die einhellige Position beider Regierungen zum Thema Freihandel, „insbesondere in diesen Zeiten, in denen manche zu viel von Protektionismus sprechen“.

Künstler Felipe Cusicanqui zeigt Szenen aus seinem Leben und Alltag in Berlin

Berlin, 29. Mai 2018. Der Künstler Felipe Cusicanqui kam vor drei Jahren aus Chile nach Berlin, jetzt legt er eine Auswahl seiner Werke vor, die seine künstlerische Entwicklung während dieser Zeit widerspiegeln. Der Titel der Schau, „Vorbei, verweht, nie wieder“ referiert auf das gleichnamige Gedicht des Künstlers und Journalisten Kurt Tucholsky aus dem Jahre 1932. Tucholskys Poesie hat Cusicanqui dazu inspiriert, die Beziehung zweier Welten zu ergründen: die der Stadt und die Welt des Waldes rund um Berlin. Die Vernissage findet am Montag, 4. Juni, um 19 Uhr in den Räumen der Botschaft statt.

Welche Fragen und Themen beschäftigen Dich aktuell in Deiner Kunst?

Es sind Szenen aus meinem Leben und Alltag in Berlin aus den vergangenen drei Jahren. Bei meiner Arbeit hat mich die wiederholte Lektüre von Werken der deutschen Romantik inspiriert sowie deren Auswirkungen bis in die Gegenwart. Ein zentrales Thema ist daher die Landschaft. Ich habe in den Bildern Materialien verwendet, die ich in der Stadt gefunden habe, wie zum Beispiel gebrauchte Obstkisten, liegengelassene Bücher oder abgelegte Kleidungsstücke. Ich möchte einen Dialog herstellen zwischen diesen Materialien und dem Bild, das durch sie erzeugt wird.

Wie hat die Zeit in Berlin Dich und Deine Arbeit verändert?

Das Leben hier hat mich vor allem aus meiner Komfortzone herausgeholt und mich in eine Situation gebracht, in der ich mich neu erfinden musste, so etwa im Hinblick auf meine bisherige Vorstellung von Identität. Auch was die deutsche Sprache, Landschaft und Geschichte betrifft, haben die Erfahrungen in Berlin mein Spektrum erweitert – schon allein in punkto Experimentierfreude. Die neuen Eindrücke und Erfahrungen haben nach und nach meine Sichtweisen verändert und ich glaube, dass man es meinen Bildern ansieht.

Chile präsentiert sich beim Startup Camp 2018 in Berlin

Berlín, 6. April 2018. Das Startup Camp 2018 findet am Donnerstag und Freitag, 12. und 13. April, in Berlin statt. Gastgeber sind der Bundesverband Deutsche Startups und deutsche-startups.de. Auch Chile, Lateinamerikas wichtigster Hub für Startups, ist mit einem Stand auf diesem Event vertreten. Interessenten und Early-Stage-Gründer, die sich international aufstellen möchten, könnnen sich über die diversen Produkte und Finanzierungen informieren, die Chile für Entrepreneurs bereithält.

Startup Chile ist ein öffentlich gefördertes Programm, gegründet in 2013, das Gründer nach Chile einlädt, damit sie von dort aus ihr Unternehmen starten bzw. sich mit ihrer Geschäftsidee international aufstellen können. Dazu werden Finanzierung und Arbeitsräume zur Verfügung gestellt; in Workshops und Events werden die Unternehmer begleitet. Daneben gibt es auch ein Accelerator-Programm. Pro Jahr generiert Startup Chile inzwischen etwa 200 neue Unternehmen.

Patricia Cerda: “Meine Geschichten sind in der Historie Chiles angesiedelt”

 

Berlin, 21. Juni 2018. Violeta und Nicanor Parra zählen zu den bedeutendsten chilenischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Die Schriftstellerin Patricia Cerda untersucht in ihrem kürzlich erschienenen Roman erstmals die Familiengeschichte der Parras und speziell die Beziehung dieser beiden Geschwister, der Liedermacherin Violeta und des Antipoeten Nicanor. Patricia Cerda ist Historikerin und erwarb ihren Doktortitel an der Freien Universität Berlin. Vor einigen Jahren entschied sie sich, zur Feder zur greifen und historisch-biographische Stoffe, speziell aus Chile, in Literatur zu verwandeln. "Mestiza", ihr erster Roman, zeichnet den Lebensweg einer einfachen Frau aus dem 17. Jahrhundert nach, einer für Chile besonders identitätstiftenden Epoche.

Sie leben seit vielen Jahren in Deutschland und sind inzwischen eine richtige Berlinerin. Welche Beziehung haben Sie derzeit zu Chile?

Chile ist das Land, in dem ich die ersten 25 Jahre meines Lebens verbracht habe. Die Bindung zu meinem Land ist eng und emotional. Für mich ist wichtig zu erfahren, was dort passiert, Gutes wie Schlechtes, da ich Teil dieser Gemeinschaft bin. Mein Zugehörigkeitsgefühl führt dazu, dass meine Geschichten entweder ganz in Chile angesiedelt sind, einen Bezug zum Land haben und / oder die Hauptfiguren Chilenen sind. Schon aufgrund meiner Bücher reise ich mindestens zweimal pro Jahr nach Chile.

Sie interessieren sich sehr für die Historie Chiles. In ihren Büchern zeichnen Sie die Lebensgeschichten von Persönlichkeiten, die Chile emblematisch verkörpern.

Das stimmt und trifft vor allem auf Animallén, die Protagonistin von „Mestiza“ zu. Sie ist eine sehr symbolhafte, wenngleich fiktive Persönlichkeit. Was ihr passierte, widerfuhr dem Königreich Chile in einer prägenden Phase des 17. Jahrhunderts. Ihre Sichtweise ist die einer Frau aus dem Volk. Diese Perspektive gab es vorher nicht. Animallén selbst sieht sich zudem nicht als Opfer.

Ein internationales Forschungsinstitut für Photovoltaik entsteht in Antofagasta

Berlin, 8. Mai 2018. Chile will die technologische Entwicklung im Bereich Photovoltaik vorantreiben: Im Norden des Landes, in Antofagasta, entsteht derzeit ein Institut für Solarforschung, das „Atacama Module System Technology Center“. AtaMos-Tec ist eine öffentlich-private Initiative mit dem Ziel, zum einen die Stromerzeugung zu steigern und zum anderen – auf längere Sicht  die Produktion von maßgeschneiderten Solarzellen in Chile zu ermöglichen. Dies geschieht durch Technologietransfer.

Die internationalen Kooperationspartner sind das ISC Konstanz (International Solar Energy Research Center) sowie das Fraunhofer Energía Solar (Chile), das französische Institut National de l’Energíe Solaire (CEA INES) sowie das chilenische SERC (Solar Energy Research Center). Es geht in der Hauptsache darum, die Zusammenarbeit dieser Institutionen auszubauen, etwa durch den Austausch von Technologien, Ideen und Wissenschaftlern. Als Finanzpartner investiert CORFO, die staatliche chilenische Wirtschaftsförderungsgesellschaft, zehn Millionen Euro in Installation und Betrieb. Von privater Seite engagieren sich acht chilenische Unternehmen mit weiteren vier Millionen Euro. Nach fünf Jahren soll sich das Zemtrum dann selbst tragen. Das Institut wird Ende 2019 seinen Betrieb aufnehmen. Nach abgeschlossener Anlaufphase werden 25-30 Wissenschaftler dort forschen.

Prowein 2018: Weinunternehmen zeigen die Vielfalt ihrer Produkte

Berlin, 17. März 2018. Der Wein ist ein Markenzeichen Chiles und gehört zu den wichtigsten Exportprodukten. So versteht sich, dass Chile in diesem Jahr - mit einer Ausstellungsfläche von 700 Quadratmetern - seinen bislang größten Messeauftritt auf der Fachmesse Prowein in Düsseldorf hat (18.-20. März). Mehr als 60 Weingüter sind mit einer großen Produktvielfalt vertreten, daneben eine Gruppe kleinerer Weinproduzenten. Botschafter Patricio Pradel und Diego Torres, Direktor von ProChile Deutschland, begleiten die Delegation aus Industrie- und Verbandsvertretern von „Wines of Chile“ und „Vidseca“.

Der Chile-Pavillon befindet sich in Halle 9 (Stand F58): Hier können die Besucher eine Auswahl von exzellenten Weinen probieren; bei den professionellen Verkostungen und Weinseminaren stehen chilenische Sommeliers beratend zur Seite. Der „Master of Wines“, Tim Atkins, resümiert die Erfahrungen seiner Reise nach Chile.