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Pablo Larraín präsentiert sein erstes Theaterstück in Berlin

Acceso 2  Sergio Armstrong

Berlin, 3. März 2017. Filmemacher Pablo Larraín („Neruda“, „El Club“) hat mit „Acceso“ seine erste Theaterarbeit vorgelegt. Es ist der Monolog des Straßenverkäufers Sandokan (gespielt von Roberto Farías), der im Transantiago-Bus Billiprodukte unter die Leute bringt. Am 1. Und 2. April ist das Stück nun an der Berliner Schaubühne zu sehen, im Rahmen des „Festival Internationale Neue Dramatik“ – FIND.

Lyrik des 20. Jahrhunderts: Mario Markus stellt Anthologie vor

Berlin, 28. Februar 2017. Gabriela Mistral und Pablo Neruda, Gonzalo Rojas und Óscar Hahn: In Chile haben die Dichter seit jeher eine besondere Position als Geschichtenerzähler, die die Identität des Landes in besonderer Weise prägen und abbilden. „Chilenische Lyrik im bewegten 20. Jarhundert“ heißt der Gedichtband, den Mario Markus am Freitag, 3. März, um 19 Uhr im Instituto Cervantes Berlin vorstellen wird. 

Der Deutsch-Chilene Mario Markus, Sohn deutscher Exilanten, denkt und arbeitet interdisziplinär: Er war im Hauptberuf ein herausragender Physiker, der auch lange am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund geforscht hat. Neben seinem naturwissenschaftlichen Interesse hat er eine große Leidenschaft für Literatur und Poesie. Markus verfasste Lyrikbände und Romane; er rezitiert und übersetzt Gedichte. Im Instituto Cervantes stellt er nun seine eigene Anthologie der chilenischen Lyrik vor, also seinen eigenen Blick auf das 20. Jahrhundert. Sein Anliegen ist es, Brücken zu bauen zwischen den beiden Kulturen, wie er es nennt, der Naturwissenschaft und Kunst, und zwischen den Vorstellungswelten Chiles und Deutschlands. Mario Markus organisierte seit den 80er Jahren auch Arbeiten und Ausstellungen zum Thema Computergrafik, die international ausgestellt wurden. Bereits auf deutsch erschienen ist sein Lyrikband „Stiche“ (Lychatz Verlag, Leipzig 2016). Zudem hält er populärwissenschaftliche Vorträge, wie etwa 2016 in der Berliner „Urania“ („Wie ich lernte, die Insekten zu bewundern").

Grüne Woche: Chef Ricardo zaubert Köstliches mit Blaubeer

Berlin, 23. Februar 2017. Botschafter Patricio Pradel eröffnete den Chile-Stand auf der „Grünen Woche“, gemeinsam mit dem in Tokio ansässigen chilenischen Chefkoch Ricardo Gonzalez, der eigens zur Präsentation nach Berlin gereist war. Themenschwerpunkt in diesem Jahr sind die Blaubeeren. Chef Ricardo zauberte ungewöhnliche Kreationen für die Messebesucher, wie etwa Salat aus Couscous mit feinen Linsen, Blaubeeren und Petersilie oder Amuse-Gueules mit Kräckern, Schimmelkäse und Blaubeer. 

Chile weltweit bestes Reiseziel für Abenteuerurlaub

Berlin, 2. Januar 2017. Chile hat den "World Travel Award 2016" in der Kategorie Abenteuerurlaub gewonnen und setzte sich gegen Mitbewerber wie Australien, Kanada, Neuseeland, USA und Ekuador durch.

Es ist das erste Mal, dass Chile die auch als "Tourismus-Oscar" bekannte Auszeichnung auf internationaler Ebene erhält. Die Atacama-Wüste mit ihrem sternklaren Himmel als ideales Ziel für den Astrotourismus, die Region Aysén mit ihren neuen Routen zu den Gletschern und die Trekkingpfade zu den berühmten "Torres del Paine" sind einige der Anziehungspunkte, die Chile diesen "Tourismus-Oscar" gewinnen ließen.

Silberner Bär und Teddy Award für "Eine fantastische Frau"

Berlín, 18. Februar 2017. Daniela Vega ist die gefeierte Hauptdarstellerin „Marina“ in Sebastian Lelios vielbeachtetem Film „Una Mujer Fantástica“. Es ist die Geschichte der Transsexuellen Marina und ihr Leben gegen alle Widerstände in Chiles Hauptstadt Santiago sowie ihren Kampf für das Recht auf Trauer. Bei der Berlinale gewann der Film nun den Silbernen Bären für das beste Drehbuch sowie den "Teddy Award" für Toleranz und Gleichstellung.

Zur Weltpremiere kamen nicht nur Regisseur und Hauptdarsteller, sondern auch der chilenische Kulturminister Ernesto Ottone und Botschafter Patricio Pradel in den Berlinale-Palast. Sebastian Lelio war in Berlin als Regisseur längst kein Unbekannter. Bereits 2013 gewann er mit „Gloria“ den Silbernen Bären für die beste Hauptdarstellerin.

Die anderen Projekte von chilenischen Filmemachern auf dem diesjährigen 67. Internationalen Filmfestival  sind „Adriana’s Pact“, ein Dokumentarfilm zur Aufarbeitung der Diktatur von Regisseurin Lissette Orozco, sowie „Casa Roshell“ von Camila Donoso, eine chilenisch-mexikanische Co-Produktion. Auch dieser Film befasst sich mit dem Thema Transsexualität. Der Film läuft bei der Berlinale im „Forum“; diese Sektion ist politischen Reportagen sowie avantgardistischen und experimentellen Filmen vorbehalten.

Canal 13: Stadtporträt über Berlin aus chilenischer Sicht

Berlín, 12. Januar 2016. Der chilenische Fernsehsender Canal 13 zeigt heute abend um 22 Uhr chilenischer Zeit in seiner Reihe „Hemisferio Derecho“ ein Stadtproträt über Berlin, Sehnsuchtsort für Künstler und Globetrotter aus Südamerika. Rund 3.000 Chilenen leben aktuell in der deutschen Hauptstadt. „Sesión Berlín“ hat einigen von ihnen nachgespürt und sie in Berlin getroffen.  Sesión Berlín   Hemisferio Derecho   Canal 13

 

Neue Romane von Nona Fernández und Carla Guelfenbein

Berlin, 28. Dezember 2016. Zwei herausragende und bereits preisgekrönte Schriftstellerinnen aus Chile präsentieren in den kommenden Monaten ihre neuesten Werke in deutscher Übersetzung. Im Februar erscheint zuerst der Roman von Nona Fernández („Die Straße zum 10. Juli“). Im April kommt das Buch „Stumme Herzen“ von Carla Guelfenbein heraus.

Die Hauptfigur Greta in Nona Fernández‘ Roman zieht es immer wieder in die Straße zum 10. Juli. Es ist die berüchtigte Straße der Autoersatzteile verdächtiger Herkunft in Santiago de Chile. In Läden wie "Der Ersatzteilkönig", "Das Haus des Käfers" oder "Das Spiegelschloss" sucht sie akribisch Einzelteile zusammen, um den Schulbus zu rekonstruieren, in dem ihre Tochter ums Leben kam. Ihre Suche führt sie zunächst zu grausamen Wahrheiten der Gegenwart (ihr Mann hat eine neue Partnerin, die sein Kind erwartet) und dann zurück in ihre Vergangenheit und in das verlassene Haus ihrer Jugendliebe Juan, das als einziges Gebäude der Gegend trotzig den Abrissplänen einer Baufirma widersteht. Doch Juan ist verschwunden, so wie die Kinder der Colonia Dignidad verschwanden und so wie auch damals die Freunde, die in den 80er Jahren, gegen Ende der Militärdiktatur, an den Schüleraufständen in Chile beteiligt waren (...) Es ist das dritte Buch der Autorin, das nun auf deutsch erscheinen wird, nach „Die Toten im trüben Wasser des Mapocho“ (Roman, 2012) und „Der Himmel“ (Kurzgeschichten, 2014).