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Chile-Cluster am Karlsruher Institut für Technologie: Angewandte Forschung von Weltklasse

Der Cluster dient dem Networking und dem (bilateralen) Austausch von Forschern. 

Berlin, 10. Dezember 2018. Die chilenische Wirtschaft wächst, die stärkeren Investitionen in Erneuerbare Energien und öko-industrielle Projekte machen zunehmend komplexere Technologien erforderlich. Wissenstransfer und angewandte Forschung sollen dabei helfen, Lösungen für konkrete Herausforderungen der Industrie zu entwickeln. Der „Chile Cluster“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) widmet sich dieser Aufgabe. 

„Das KIT wollte Chile als strategischen Partner gewinnen, und für Chile liegen die Vorteile auf der Hand: Der Cluster bedeutet Zugang zu Forschung von Weltklasse, Austausch von Forschern und Wissenstransfer“, sagt Fredy Rios. „Und das hilft uns letztlich, für Chile Innovation zu generieren.“ Der promovierte Informatiker, der sich auf naturinspirierte Algorithmen und deren Optimierung spezialisiert hat, ist beim KIT angestellt als wissenschaftlicher Koordinator des Chile Clusters.

Der richtige Dreh: „Shoot in Chile“ wirbt weltweit für das Land als Filmlocation

Berlin, 26. November 2018. Chile ist ein filmaffines Land. In den vergangenen Jahren haben gleich zwei Werke einen Oscar gewonnen: der Animationskurzfilm „Bear Story“ und der Spielfilm „Eine Fantastische Frau“ über das Leben einer Transsexuellen in Santiago. Seit einigen Jahren macht sich das südamerikanische Land mit der ungewöhnlichen Geographie aber auch als Filmlocation einen Namen. Mit dem Label Shoot in Chile werden weltweit die vielen Vorzüge Chiles als Drehort für Werbespots, Serien und Spielfime beworben.

So wurde etwa die Science-Fiction-Serie „The First“ mit dem Schauspieler Sean Penn über die erste bemanne Marsmission in der chilenischen Atacamawüste gedreht. Aber auch eingängige Werbespots, z.B. für internationale Automarken, entstehen immer wieder in Chile. Erstmals international bekannt wurde Chile als Filmlocation vor etwa zehn Jahren, nachdem Szenen des James-Bond-Films “Ein Quantum Trost“ mit 007-Darsteller Daniel Craig in der Atacamawüste produziert wurden.

Filmreihe mit Werken des Regisseurs Gonzalo Justiniano in der Botschaft

Berlin, 27. Oktober 2018. Filmemacher haben in Chile den Übergang von der Diktatur zur Demokratie in besonderer Weise mitgeprägt. Bis heute spiegeln und analysieren Cineasten die sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Zeit in ihren Werken. Ein herausragendes Beispiel ist Regisseur Gonzalo Justiniano mit seiner ganz eigenen Bildästhetik. Ihm widmet die Botschaft eine Retrospektive (8.-10. November). Justinianos neuester Film Cabros de mierda (2018) ist derweil im Berliner Kino Babylon im Rahmen des Filmfestivals Lakino zu sehen.

Eröffnet wird die Filmreihe in der Botschaft mit B – Happy (2003, Donnerstag, 8. November um 19 Uhr), einer Geschichte über Adoleszenz, Depression und erster Liebe in einem sozial labilen Milieu: Kathy lebt mit ihrem Bruder Danilo in einem kleinen Dorf an der chilenischen Küste. Ihr Leben ist von der Abwesenheit des Vaters geprägt, der wegen mehrfachen Diebstahls eine Gefängnisstrafe abbüßt, sowie von den ständigen Schwierigkeiten, mit denen sie sich konfrontiert sieht. An der Oberschule lernt sie Chemo kennen, einen liebenswerten und sensiblen Jungen, in den sie sich verliebt.

Zu Gast bei Freunden: Staatspräsident Sebastián Piñera besucht Deutschland

Berlin, 11. Oktober 2018. Staatspräsident Sebastián Piñera hat Berlin und Hamburg besucht. Die zweitägige Staatsvisite in Deutschland war Teil einer Europareise, die den Präsidenten auch nach Madrid, Paris, Brüssel und Rom führte. In Berlin wurde Sebastián Piñera von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit militärischen Ehren empfangen.

Im Bundeskanzleramt stand ein gemeinsames Mittagessen bei bilateralen Gesprächen an. Deutschland und Chile, so das Resümee, wollen ihre engen und freundschaftlichen Beziehungen weiter intensivieren - zum Beispiel in den Bereichen erneuerbare Energien und Rohstoffe sowie bei Wissenschaft und Forschung. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Chiles innerhalb der Europäischen Union. Auch die EU arbeitet an einer Erneuerung des Handelsabkommens mit Chile.

7. Jahrestagung des Forschernetzwerks INVECA fand am KIT in Karlsruhe statt

Berlin, 1. November 2018. „I3: Internationalisierung, Innovation und Inklusion in der wissenschaftlichen Arbeit“ lautete das Motto der 7. Jahrestagung des Netzwerks Red INVECA am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Mitte Oktober. Über 50 chilenische Forscherinnen und Forscher in Deutschland versammelten sich auf dem Campus Nord des KIT, um über den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Chile und Deutschland zu diskutieren. 

Impulse zu dieesen Themen kamen von Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) und von Baden-Württemberg International. Während des zweitägigen Treffens präsentierten junge Forscherinnen und Forscher den Fortschritt ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Sie nahmen auch an der Panel-Diskussion „Internationalisierung und Innovation in der chilenischen Forschung“ teil, bei der sie mit Vertreterinnen und Vertreter des KIT, der Technischen Hochschule Köln und der Universität Concepción in Chile ins Gespräch kamen.

Sergio Diaz: "Wir wollen neue Mitglieder und Kooperationspartner gewinnen"

Berlin, 17. Oktober 2018. Das Netzwerk chilenischer Forscher in Deutschland (Red INVECA, Red de Investigadores Chilenos en Alemania) verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit im Bereich Wissenschaft zwischen Deutschland und Chile zu vertiefen und den Austausch der Forscher und Forscherinnen zu fördern. Am 18. und 19. Oktober 2018 findet im Karlsruher Institut für Technologie KIT die siebte Jahrestagung statt. Themen sind die Internationalisierung, Inklusion und Innovation in der Wissenschaft.

Einige Fragen an Sergio Diaz, Vorstand für Kommunikation von Red Inveca e.V.

Red Inveca“ wurde 2012 gegründet. Wo steht die Organisation heute, was wurde in den vergangenen sechs Jahren erreicht?

Seit 2012 haben wir relevante Fortschritte gemacht. Das Netzwerk hat sich in diesen Jahren zu einer Referenz für chilenische Forscher entwickelt, die zum Studium oder zum Forschen nach Deutschland kommen. Und wir werden auch von anderen Peer-Organisationen als solche wahrgenommen. Gleichzeitig hat sich das Netzwerk von einer ersten "Gründer"-Phase zu seinem aktuellen Zustand einer "laufenden" Organisation mit klar definierten Positionen und Rollen, regelmäßigen internen Wahlen und einer robusten Corporate Governance-Struktur entwickelt. All dies ermöglicht uns, unseren Hauptzweck besser zu erfüllen: als Plattform für chilenische Forscher und Studenten und als Verbindungspunkt unter ihnen. So können wir deutschen und chilenischen Institutionen nützen.

„Grüner“ Wasserstoff aus erneuerbaren Energien: Chile erforscht das Potenzial

 

Die Erzeugung von "grünem" Wasserstoff birgt Potenzial und weckt das Interesse der Industrie. (Agencia de Sostenibilidad Energética)

Santiago, 28. September 2018. Chile könnte bei der aktuellen globalen Energiewende ein wichtiger Akteur in der Produktion von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien werden. Unter Einbeziehung neuer Technologien könnten so die Kohlenstoff-Emmissionen deutlich verringert werden. Eine Aufgabe, die das chilenische Energieministerium entschieden angeht, gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ.

„Aktuell konzentrieren wir darauf, das wirtschaftliche Ökosystem des "grünen" Wasserstoffs zu verstehen. So lässt sich identifizieren, wie wir ihn am besten in unsere Energiematrix intergrieren können“, sagte Energieministerin Susana Jímenez kürzlich bei einer Konferenz zum Thema, die vom chilenischen Energieministerium gemeinsam mit der GIZ und der Wirtschaftsföderungsgesellschaft Corfo organisiert wurde. An dieser Konferenz in Santiago nahmen auch 34 internationale Experten teil. „Die Produktion von Wasserstoff aus eneuerbaren Energien, die wir anstreben“, so die Ministerin, „soll sicher, effizient und wettbewerbsfähig sein.“