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Außenpolitik

Magdalena Atria ist als neue Botschafterin Chiles in der Bundesrepublik akkreditiert

Berlin, 22. Juli 2022. Magdalena Atria ist als neue Botschafterin von Chile in Berlin akkreditiert, nachdem sie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Präsidentenpalast Schloss Bellevue ihr Beglaubigungsschreiben überreicht hat.

Die Botschafterin ist von Beruf Rechtsanwältin; sie studierte an der Juristischen Fakultät der Universidad de Chile. Zu Beginn ihrer Karriere war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Nationale Kommission für Wahrheit und Versöhnung („Rettig-Kommission“) tätig; und bis sie kürzlich die Position der Botschafterin in Berlin übernahm, leitete sie die Rechtsabteilung der nationalen Foreign Investment Promotion Agency („InvestChile“).

Magdalena Atria kennt Deutschland bereits gut. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin der „Rettig-Kommission“ reiste sie nach Bonn und Hamburg, um Aussagen (über in Chile begangene Menschenrechtsverletzungen) von Opfern und Zeugen aufzunehmen, die sich seinerzeit in Deutschland aufhielten. Von 2018 bis 2019 absolvierte sie an der Universität Heidelberg den Masterstudiengang „Investment, Trade and International Arbitration“. Darüberhinaus lebte die Juristin von 1991 bis 1995 in München, wo sie Germanistik studierte. Zwei ihrer drei Kinder wurden in dieser Zeit geboren.

Als Botschafterin löst sie ihre Vorgängerin Cecilia Mackenna ab, die nach vier Jahren in Berlin und nach insgesamt mehr als vier Jahrzehnten im Dienst in der chilenischen Diplomatie in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Minister Jobet zur Wasserstoffstrategie: "Der Exportmarkt ist der Schlüssel"

Berlin, 17. Juli 2021. Im Rahmen seines Deutschlandbesuches hat sich der Minister für Energie und Bergbau, Juan Carlos Jobet, in Berlin mit dem Tagesspiegel-Journalisten Christian Schaudwet getroffen und ihm im Interview dargelegt, wie Chile sich durch die Entwicklung der erneuerbaren Energien und mittels seiner Wasserstoff-Strategie modernisiert.

Tagesspiegel: Herr Minister, während Ihres Besuchs in Deutschland dreht sich alles um grünen Wasserstoff. Der wird hier bald begehrt sein, und Chile will groß in die Produktion einsteigen. Nehmen Sie schon Export-Deals mit nach Hause?

 

Jobet: Wir bekommen eine Menge Interesse aus dem Ausland – besonders, seit wir im November unsere grüne Wasserstoffstrategie verabschiedet haben. Damals hatten wir 20 Projekte. Heute haben wir doppelt so viele. Und ich glaube, auf dieser Europareise haben wir die Beziehungen zu mehreren potenziellen Partnern gestärkt. In Deutschland zu Siemens, MAN, Porsche, Linde, BMW, RWE – an einem einzigen Tag. Am nächsten Tag gingen die Gespräche weiter mit der Deutschen Bahn, Thyssenkrupp und Austria Energy. Mit den meisten haben wir uns auf sehr konkrete nächste Schritte geeinigt.

Absichtserklärung zur Gründung einer bilateralen Task-Force Wasserstoff

Berlin, 1. Juli 2021. Energieminister Juan Carlos Jobet und der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben in Berlin eine Absichtserklärung für die verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff unterzeichnet und kündigten die Einrichtung einer Task-Force zu dem Thema an. Beide Länder verstehen sich in Energiefragen als strategische Partner, und die vertiefte Zusammenarbeit beider Regierungen begann bereits seit 2019 im Rahmen einer Energiepartnerschaft.

Ziel der Task Force ist es, geeignete Rahmenbedingungen für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft zu schaffen und gemeinsame Leuchtturmprojekte zu identifizieren. Hierzu werden regelmäßige Treffen der Arbeitsgruppe abgehalten, um den bilateralen Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Chile und Deutschland in diesem Bereich zu stärken. „Wir teilen mit Deutschland die Ausrichtung an der angestrebten Kohlenstoffneutralität bis 2050. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der grüne Wasserstoff essentiell“, führte Energieminister Jobet aus.