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Astrotourismus: reisen, entdecken und das Universum spüren

Berlin, 28. August 2017. Chile ist ein Paradies für Astronomen. Vor allem im Norden des Landes befinden sich die die weltbesten Teleskope, wie z.B. El Paranal. Hauptgrund ist der außergewöhnlich klare Himmel in der Atacama-Wüste mit rund 290 wolkenfreien Nächten pro Jahr. Bislang dient die Astronomie in Chile eher wisenschaftlichen Zwecken, aber in Zukunft will sich das Land auch als bevorzugtes Ziel für Astroturismus profilieren.

Bisher kommen Investitionen im Bereich Astronomie zumeist der Forschung, Wissenschaft und den internationalen Kooperationen zugute. Die Gesellschaft Chiles profitiert davon nicht allzu stark. Das soll sich in Zukunkft ändern: Dazu wurde die Initiative „Astrotourismus Chile“ ins Leben gerufen – ein Zusammenschluss verschiedener Akteure, wie etwa der Tourismusbehörde SERNATUR (Servicio Nacional de Turismo), der chilenischen Gesellschaft für Astronomie (Sociedad Chilena de Astronomía, SOCHIAS) und der Europäischen Südsternwarte ESO (European Southern Observatory). Weitere Teilnehmer aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Tourismus und Wissenschaft sind ebenfalls beteiligt. Die Initiative tagte erstmals 2015.

Bisher ist Chile ist als Reiseziel für Abenteuerreisen und Naturwunder bekannt. In der Zukunft sollen noch viel mehr Reiseangebote geben, die in Verbindung zur Astronomie stehen, zum Beispiel nächtliche Ausritte und Wanderungen mit Sternenbeobachtung, Hotels mit Teleskopen, (touristische) Bildungsangebote etc. Der Gedanke dahinter: Reisende sind inzwischen immer öfter auf der Suche nach besonderen und sinnstiftenden Erfahrungen. Diesem Bedürfnis möchte man in Chile mit „Sternenreisen“ entgegenkommen.

"Metamorphosen": Ausstellung mit Werken Alejandro DeCintis

Berlin, 22. August 2017. Die Gemälde des Künstlers Alejandro DeCinti sind eine Auseinandersetzung mit Ovids „Metamorphosen“. Seine Bilder lassen den Betrachter tief in andere Welten eintauchen, erzählen sphärisch ihre Geschichten und vermitteln eine Fülle von menschlichen Emotionen. Am Dienstag, 4. September eröffnet die Ausstellung mit Werken DeCintis in der Botschaft von Chile, Mohrenstr. 42, 10115 Berlin. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr. Von Montag, 4. September, bis Freitag, 3. November, ist die Galerie in der Botschaft dann montags bis freitags zwischen 11 und 17 Uhr zugänglich. Mehr Informationen zum Künstler: Alejandro DiCinti

Theaterstück "Acceso" handelt von gesellschaftlicher Teilhabe

Berlin, 2. August 2017. "Acceso“ erzählt die Geschichte des Außenseiters Sandokan, der nichts mehr zu verlieren hat. Wortreich bringt der Protagonist (dargestellt von Roberto Farías) im Transantiago-Bus seine Billigprodukte unter die Menschen und hofft so, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und sich wieder Zugang zur Gesellschaft zu verschaffen. Das Ein-Personen-Stück, das vom 15. bis 17. September in der Berliner Schaubühne läuft, ist die erste Theaterarbeit des Filmemachers Pablo Larraín („Neruda“, „El Club“).

In einem brutalen aber zugleich poetischen Monolog schafft der chilenische Regisseur darin einen „urbanen Gladiator“. Der ebenso aus Chile stammende Schauspieler Roberto Farias verkörpert die imposante Rolle des „Sandokan“, der als Straßenverkäufer in den Bussen der Hauptstadt seinen Lebensunterhalt bezieht. Auf eloquente Weise erzählt er beim Verkauf seine gewalttätige, lasterhafte und beschmutze Vergangenheit. In einem schweiß- und schmerzerfüllten Monolog fesselt der Schauspieler sein Publikum und versetzt es in eine Welt voller Misere und Übel. In Chile sorgte die Inszenierung seit ihrer Premiere im Jahre  2014 bereits für Aufsehen und lobende Kritiken. Roberto Farías hat Sandokan bereits in Pablo Larraíns Film „El Club“ verkörpert, der 2015 den Silbernen Bären gewann. Nun lässt Larraín Sandokan in einem langen Monolog zu Wort kommen, in der ganzen Unmittelbarkeit und Verletzlichkeit des Theaters. Weitere Infos: Schaubühne Berlin  Rezension "taz"

"ELT": Das größte Teleskop der Welt entsteht in der Atacama

Berlin, 21. Juli 2017. Die Atacamawüste im Norden Chiles ist schon heute einer der wichtigsten Standorte weltweit für Astronomie. In Zukunft werden in Chile sogar 70% der globalen Infrastruktur für Astronomie angesiedelt sein, sobald 2024 das neue "European Extremely Large Telescope“ (ELT) fertiggestellt ist. Betreiber der Hightech-Forschungsanlage ist die Europäische Südsternwarte (ESO), eine internationale Organisation mit Sitz in Garching bei München.

Die Großteleskop-Anlage mit den Ausmaßen eines Fußballstadions soll dazu beitragen, bis zu 500 Lichtjahre entfernte Sonnensysteme zu erforschen. Das ELT, seit Mai im Bau befindlich, wird über einen Spiegel von 39 Metern Durchmesser verfügen. Die derzeit größten Teleskope haben maximal Zehn-Meter-Spiegel.

Für die erste Bauphase des ELT ist eine Milliarde Euro veranschlagt. An diesem Projekt des europäischen Forschungsinstitutes ESO beteiligen sich 16 Länder, darunter auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien. „Hier wird mehr als ein Teleskop errichtet“, sagte Chiles Präsidentin Michelle Bachelet anlässlich der Grundsteinlegung. „Es ist Sinnbild der Möglichkeiten von Wissenschaft und Technologie sowie des Potenzials der internationalen Zusammenarbeit.“

Kommuniqué der Regierung Chiles zur Lage in Venezuela

Berlin, 1. August 2017. Die Regierung Chiles bringt ihre tiefe Enttäuschung über die Entscheidung der venezolanischen Regierung zum Ausdruck, heute einen Prozess der Wahl von Vertretern zu einer Nationalen Konstituierenden Versammlung (ANC) ohne die Mindestgarantien für eine universelle und demokratische Abstimmung durchgeführt zu haben, sowie ohne die in der Verfassung dieses Landes festgelegten Anforderungen dafür erfüllt zu haben. Diese unrechtmäßige Entscheidung hat die Spaltung in der venezolanischen Gesellschaft weiter vertieft.

Diese Handlung und etwaige Einrichtung der Konstituierenden Nationalversammlung (Asamblea Nacional Constituyente, ANC) löst keine der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme und Herausforderungen, mit denen die Regierung und die venezolanische Gesellschaft heute konfrontiert sind, allem voran dem dringlichsten, der Linderung der humanitären Krise.

Die Regierung der Republik Chile bekräftigt, dass die venezolanischen Behörden die Verantwortung dafür tragen, die Sicherheit und die körperliche Unversehrtheit aller ihrer Bürger und ihr Recht auf friedlichen Ausdruck und freie Meinungsäußerung zu gewährleisten.

"Suche Paradies": Pascuala Ilabaca auf Tour in Deutschland

Berlin, 26. Juli 2017. Pascuala Ilabaca aus Valparaíso ist eine der wichtigsten Exponenten der aktuellen Szene chilenischer Liedermacher und als Pianistin, Komponistin, Akkordeonistin und Sängerin bekannt. Jetzt ist sie mit ihrem aktuellen Konzertprogramm "Suche Paradies" (Busco Paraíso) in Deutschland zu Gast, und zwar in Düsseldorf (29. Juli, Jazzschmiede), Kassel (1. August, Sandershaus) und Berlin (5. August, Haus der Kulturen der Welt).

Sanft, nachdenklich und melancholisch, aber gleichzeitig kraftvoll und fröhlich, so klingt die musikalische Seele von Pascuala Ilabaca. Bedeutende Quelle ihrer Musik sind die chilenische Folklore und der chilenische Karneval. Die Rhythmen der Cuecas verbindet sie mit einheimischen andinen Klängen, greift aber auch auf Jazz und popular-musikalische Elemente zurück.

Erneuerbare Energie: GIZ in Chile berät, informiert, bildet aus

Berlin, 13. Juli 2017. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist bereits seit dem Jahre 1990 in Chile tätig. Aktuell liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit in den Bereichen Umwelt, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Bei diesen Themen bietet die GIZ Beratung an, stellt Fachinformationen zur Verfügung und organisiert Konferenzen. Sie berät das Energieministerium in Chile, wenn es darum geht, die nationale Energieagenda umzusetzen. Deren oberste Ziele sind die Diversifizierung der chilenischen Stromversorgung sowie eine Verminderung beim Ausstoß von Treibhausgasen.

In ihrer Geschäftsstelle in Santiago beschäftigt die GIZ 50 Mitarbeiter, von denen sich fast die Hälfte mit Projekten im Bereich Energie befassen. Dies war nicht immer so: Anfangs, in den 90er Jahren, lag der Schwerpunkt der deutsch-chilenischen Kooperation verstärkt auf der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Chiles.