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Wettbewerb: Innovative Energielösungen gefragt

Berlin, 22. Juli 2016. Innovative Ideen und Energielösungen sind in Chile gefragt. Der Wettbewerb „Impacta Energía" (bis 23. August) richtet sich an Entrepreneurs und Tüftler.

Die Aufgabenstellung: Wie lässt sich die Energieeffizienz in Chiles Stadtvierteln und Haushalten verbessern? Und wie bekommen mehr kleine und mittlere Unternehmen Zugang zu erneuerbarer Energie, damit  sie noch produktiver und nachhaltiger wirtschaften können?

Berufliche Exzellenz mit Auslandsaufenthalt verbinden

Berlin, 15. Juli 2016Neunzehn chile-nische Stipendiaten lassen sich in Deutschland acht bis zwölf Monate lang in einem Dualen Aufbaustudium zu Spezialisten ausbilden, und das in den Bereichen Erneuerbare Energien und Bergbau. Das Programm „Técnicos para Chile“ wird finanziert von Chiles Bildungsministerium und realisiert mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit  (GIZ).

Es ist eine Einladung an junge Chilenen, fachliche Exzellenz mit einem persönlich bereichernden Auslandsaufenthalt zu verbinden. Acht Stipendiaten aus dem Bereich Bergbau werden im August nach Deutschland kommen, elf Kandidaten aus dem Bereich Eneuerbare Energien sind bereits angekommen. Nach einem Einführungskurs verfeinern diese elf Studenten der Erneuerbaren Energien zunächst ihre Sprachkenntnisse in einem zwei-monatigen Deutschkurs (Ziel ist das Niveau B2). Anschließend folgt ein Fachseminar: Ausbilder ist die Gesellschaft für Nachhaltige Entwiclung (GNE) im hessischen Witzenhausen, ein Ableger der Universität Kassel. Unternehmerische Kenntnisse und Grundlagen des Projektmanagements sind Teil des Lehrplanes. Von Mitte Januar bis April 2017 absolvieren die Teilnehmer dann im Anschluss an die Theorie ein Fachpraktrikum in Energieunternehmen an Standorten in ganz Deutschland. Das Zertifikat, das zum Abschluss von der GIZ ausgehändigt wird, soll dazu befähigen, Solar- Wind- und Wasserkraftanlagen zu managen und instandzuhalten.

"Die Allianz integriert – pragmatisch, flexibel und realitätsnah"

Berlin, 1. Juli 2016. Mit dem heutigen Tag übernimmt Chile für ein Jahr den Vorsitz der Pazifischen Allianz von Vorgänger Peru. Die Organisation gilt als pragmatisches, handels-orientiertes Wirtschaftsbündnis. Mitglieder sind die Pazifik-Anrainer Chile, Peru, Kolumbien und Mexiko. Der VI. Gipfel der "Alianza del Pacífico" findet heute im Süden Chiles statt, zwischen Seen und Vulkanen, im beschaulichen Städtchen Frutillar in der "Región de los Lagos". 

Angereist sind nicht nur die vier Staatsoberhäupter Michelle Bachelet (Chile), Ollanta Humala (Peru), Juan Manuel Santos (Kolumbien) und Enriqe Peña Nieto (Mexiko), sondern auch die Vertreter von 49 Beobachterstaaten, alle voran der argentinische Präsident Mauricio Macri. Einige der Länder mit Beobachterstatus haben schon selbst Interesse an einer Mitgliedschaft in der „Alianza del Pacífico“ bekundet, so zum Beispiel Costa Rica und Panama.

Chile triumphiert: "La Roja" verteidigt den Titel

Berlin, 27. Juni 2016. In Chile schmeckte der Frühstückskaffee heute ein bisschen aromatischer als sonst, und die Brötchen schienen knuspriger. Es ist der Tag, an dem die Nationalelf „La Roja“ zum zweiten Mal in Folge den begehrten Pokal der Copa América gewonnen hat. „Alles ist Party“ titelt die Tageszeitung „La Tercera“ nach dem furiosen Sieg.

Bundespräsident Joachim Gauck auf Staatsbesuch in Chile

Berlin, 7. Juli 2016. Bundespräsident Joachim Gauck reist am Montag für drei Tage nach Chile (11. bis 14. Juli). Er wird begleitet von Daniela Schadt sowie einer Delegation mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Zentrale Themen bei diesem Staatsbesuch sind die bilateralen Beziehungen, die Entwicklung der Zivilgesellschaft und die Erinnerung.

Am Dienstag, 12. Juli, wird Joachim Gauck im Regierungspalast La Moneda von der chilenischen Präsidenten Michelle Bachelet empfangen. Im Anschluss eröffnen die beiden Staatsoberhäupter im Gebäude des ehemaligen Nationalkongresses in Santiago das Seminar „Herausforderungen der Demokratie“, an dem Vertreter der deutschen politischen Stiftungen teilnehmen.

Neues Abfallgesetz trifft auf unternehmerische Realität

Berlin, 30. Juni 2016. Was bedeutet das neue Abfallgesetz, das kürzlich in Chile verabschiedet wurde, ganz konkret für Behörden, Unternehmen und Bürger? Wie lässt sich der Anspruch des Gesetzes in den Alltag der Unternehmer integrieren? Eine Delegation aus Chile informierte sich in Deutschland.

Treffen fanden in der Botschaft statt, zum Beispiel mit Eva Schulze vom Bundeskartellamt. Im Bundesumweltministerium referierte Ministerialdirigent Thomas Rummler, der für den Bereich Abfallwirtschaft zuständig ist, aus politischer Sicht über das Thema. Und in Oppin in Sachsen-Anhalt, wo die Gruppe eine Abfallsortieranlage besuchte, wurden praktische Aspekte erörtert.

Zu den Teilnehmern aus Chile gehörten Alejandra Salas (Leiterin des Amtes für Abfall und Umweltrisiken) und Jacqueline Moraga (Koordinatorin Förderungsgesetz Recycling) vom chilenischen Umweltministerium. Daneben waren Unternehmen und Verbände vertreten: Carozzi (Lebensmittel), Wines of Chile, Coca-Cola, Unilever und Reclay (Entsorgung) sowie die „Food and Beverage Association of Chile“. Die Delegation interessierte sich vor allem für die wirtschaftlichen Aspekte bei Abfallvermeidung, Recycling und Entsorgung in Deutschland, wo inzwischen 50 Milliarden Euro pro Jahr in diesem Sektor umgesetzt werden, bei 430 städtischen und 3000 privaten Unternehmen und 250.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden.

"Andean Heritage": Designerin präsentiert ethische Mode


"Zurita" steht für feine Mode aus Chile, ökologisch und sozial korrekt hergestellt. Foto: Daniel Gil

Berlin, 24. Juni 2016. Gabriela Farias Zurita ist Modeschöpferin. Ihr Label „Zurita“ verbindet zeitgenössisches Design mit ganz traditionellen Handwerkstechniken zu ethischer Mode, die sozialen und ökologischen Standards entspricht. Mit ihrer Kollektion ist die Chilenen nun zu Gast beim „Green Showroom“ (28.-30. Juni) im Rahmen der Berlin Fashion Week.

Colchane ist ein kleiner Ort in den chilenischen Anden, auf 3.700 Metern Höhe, nahe der bolivianischen Grenze. Die Gegend gehört traditionell zum Einzugsgebiet der Aymara-Gemeinschaften, deren Textil- und Webtraditionen aus prähispanischer Zeit bis heute lebendig sind. Hier im Norden Chiles arbeitet Gabriela Farias Zurita mit den Frauen zusammen, die frei grasende Alpakas halten und täglich einige Stunden nach traditioneller Art Stoffe aus deren Wolle weben. Als Modekategorie spricht Zurita von „Andean Heritage“ (Kulturerbe der Anden).

Auf das Färben wird bei den Kleidungsstücken größtenteils verzichtet. Wenn doch gefärbt wird, dann nur mit natürlichen Methoden (z.B. mit Hilfe von Farbstoffen aus Pflanzen oder der Cochenille-Blattlaus). Unter dem Slogan „Low Impact“ entwirft die Designerin andere modische Kleidungsstücke, z.B. aus Seide oder Leinen, deren Herstellung vergleichsweise eher geringe Folgen für die Umwelt hat: „Bei der Seidenverarbeitung fallen weniger Pestizide an, und bei der Herstellung von Textilien aus Leinen wird weniger Wasser verbraucht“, erklärt sie.