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ProChile-Handelsbüro in München eröffnet: "Wir haben großes Interesse, mit Bayern zu kooperieren"

München, 5. Februar 2019. Chile hat seine Handelsvertretung in München wiedereröffnet, um seine Präsenz in Bayern, in Deutschland und auch im europäischen Markt weiter zu stärken. Gleichzeitig haben der Freistaast Bayern und ProChile eine Absichtserklärung für mehr und intensiveren Austausch unterzeichnet. Der Fokus der Zusammenarbeit wird bei den Zukunftstechnologien und der Internationalisierung von (kleinen und mittelständischen) Unternehmen liegen.

Deutschland ist Chiles wichtigster Handelspartner in der Europäischen Union, und Bayern stellt, für sich betrachtet, eine beeindruckende Wirtschaftsgröße dar. Das südliche Bundesland ist vor allem stark bei Themen wie technologische Entwicklung, Innovation, Digitalisierung, Angewandte Forschung sowie der Förderung und Entwicklung von Unternehmen. Zudem bietet Bayerns privilegierte geografische Lage für ProChile den Vorteil, dass ich von hier aus weitere wichtige Märkte für Chile wie Österreich und die Schweiz erschließen lassen.

Die Eröffnung des Büros von ProChile fand im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie statt; es nahmen der Staatssekretär Roland Weigert sowie die chilenische Botschafterin in Deutschland, Cecilia Mackenna, der Direktor von ProChile, Jorge O’Ryan, der Direktor von ProChile Deutschland, Diego Torres, der Vertreter des Handelsbüros ProChile München, Marcelo Villagrán, sowie die Vertreterin des Freistaates Bayern in Chile, Pamela Valdivia, teil.

 

Während der Veranstaltung unterzeichnete ProChile auch eine Absichtserklärung mit dem Freistaat Bayern mit dem Ziel, gemeinsame Arbeit mit konkreten Aktionen und Projekten sowohl in Chile als auch in Deutschland voranzutreiben, was beiden Seiten dazu dient, künftigen Austausch und Kooperation zu fördern. Die Vereinbarung soll helfen, Synergien herzustellen, vor allem im Hinblick auf die Internationalisierung von Unternehmen. Ein Fokus dabei liegt bei den kleinen und ittelständischen Unternehmen. Handlungsbedarf gibt es vor allem bei den Themenfeldern Innovation und digitaler Wandel.

„Die Wiedereröffnung dieses Büros spiegelt das große Interesse der chilenischen Regierung und ProChiles wieder, die guten Beziehungen weiter zu vertiefen, über welche Chile und Deutschland bereits in vielen Bereichen der bilateralen Zusammenarbeit verfügen“, sagte Jorge O`Ryan. Roland Weigert, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, betonte: „Chile ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Bayerns in Lateinamerika. Seit 2013 sind wir mit unserer Repräsentanz für Südamerika in Chile vertreten. Wir freuen uns, dass nun auch ProChile von Bayern aus an einer Intensivierung der Beziehungen arbeiten wird.“ Gerade in Zeiten zunehmender Abschottung und Handelskonflikte gelte es, so Weigert, die Kooperation mit verlässlichen und natürlichen Partnern wie Chile auszubauen, so Weigert.

Der Freistaat Bayern repäsentiert eine beindruckende Wirtschaftsmacht. Sein Bruttoinlandsprodukt ist doppelt so hoch das von Chile und sein Pro-Kopf-BIP dreimal so hoch. Bayern investiert achtmal so viel in Forschung und Entwicklung wie Chile dies aktuell tut. Außerdem verfügt der Freistaat über mehr als 600.000 kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), in denen annähernd vier Millionen Menschen arbeiten und die 190.000 Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. „Zweifelsohne ist Bayern die Region Nummer Eins in punkto Unternehmertum und bietet eine große Chance für Chile und seine Pläne zur stärkeren Internationalisierung“, sagte Jorge O’Ryan, Direktor von ProChile. Diese Region verfüge zudem über 11 Universitäten, 24 Fachhochschulen, 13 Max-Planck-Institute sowie zwei Zentren und ein Institut der Helmholtz-Gemeinschaft. Außerdem sind in Bayern neun Fraunhofer-Institute und acht Fraunhofer-Zentren ansässig und 14 Zentren für Technologietransfer sowie ein Dutzend Forschungsnetzwerke angesiedelt.

Chiles Arbeit in Bayern: Industrie 4.0, Startups und Venture Capital

ProChile schließt sich der industriellen Revolution 4.0 an, die sich aktuell in Deutschland ereignet und die durch die Bundesregierung nach Kräften gefördert wird. Auf diese Weise sollen auch von chilenischer Seite die Industrien der technologischen Entwicklung, Forschung und Innovation digital weiterentwickelt werden. Dazu sind Partnerschaften mit dem privaten Sektor geplant, um so das Exportangebot Chiles in diesem Bereich zu stärken. Zudem wird das Büro direkt daran arbeiten, chilenisches Talent zu den technologischen und Inkubationszentren zu holen, die sich im Freistaat befinden, sowie Kontakt zu wichtigen Venture Capitals der Region über Handels- und Technologiepartnerschaften herzustellen. Außerdem werden chilenische Lebensmittel, die im Handelsaustausch zwischen dem lateinamerikanischen Land und Deutschland eine wichtige Grundlage darstellen, ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich für ProChile in München sein, mit dem Ziel, sich deutschen Konsumenten anzunähern. Quelle: ProChile