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Die nächste SCAR-Antarktis-Konferenz wird 2024 in Pucón in der Araucania realisiert

 

Berlin, 20. April 2021. Das SCAR Scientific Committee on Antarctic Research gilt als eine der wichtigsten Instanzen für die Antarktisforschung. Alle zwei Jahre werden die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse über die Polarregion auf einer Konferenz vorgestellt. 2024 soll diese Veranstaltung mit etwa 1000 Teilenehmern in Pucón (Auracanía) stattfinden.

 

Auf das Hauptereignis sollten unmittelbar die sogenannten SCAR-Biennale-Treffen in Punta Arenas folgen, einschließlich der wichtigsten Delegiertentreffen. SCAR-Präsident Dr. Steven Chown dankte Außenminister Andrés Allamand für seine Bereitschaft, ein Ereignis dieser Bedeutung nach Chile zu bringen und alles Notwendige tun, um diesen Traum der nationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft Wirklichkeit werden zu lassen. Der Vorschlag wurde von allen SCAR-Delegierten einstimmig unterstützt, und alle nationalen Antarktisprogramme Südamerikas, des Vereinigten Königreiches, Bulgariens, der Tschechischen Republik und Neuseelands förderten ihn nachdrücklich.

 

„Dies ist eine große Nachricht, die die internationale Führungsrolle zeigt, welche Chile in Bezug auf den Schutz des antarktischen Territoriums innehat sowie den Beitrag, den wir als Land für die globale Gemeinschaft leisten, dank der Forschung, die wir in der Antarktis stark entwickeln,“, resümierte Außenminister Allamand. „Neben den weiteren Projekten, die wir realisieren, haben wir kürzlich das Climate Change Observatory ins Leben gerufen, durch das es Sensoren zur Überwachung der globalen Erwärmung in der Antarktis geben wird. Auch damit leisten wir einen Beitrag.“

 

Der Minister fügte hinzu, dass Chile 2018 – zusammen mit Argentinien – der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) vorgeschlagen hat, ein Meeresschutzgebiet im Gebiert nördlich der Halbinsel mit einer ungefähren Ausdehnung von 672.000 Quadratmeters zu erreichen, um den Schutz des südlichen Ozeans mit voranzutreiben.

"Systemic Studies": Voluspa Jarpa präsentiert ihre Werke in Berlin

 

Berlin, 13. April 2021. Die Künstlerin Voluspa Jarpa präsentiert ihre Werke in Deutschland erstmals im Rahmen einer Einzelausstellung: „Systemic Studies“ ist eine künstlerische Suche, die sich thematisch mit der aktuellen Situation in Chile auseinandersetzt. Die Ausstellung, kuratiert von Tiago de Abreu, läuft bis zum 14. Mai in der Berliner Nome Gallery, 

 

Die Arbeit von Voluspa Jarpa basiert auf der Suche und sorgfältigen Analyse von Dokumenten aus freigegebenen Archiven, die verborgene Narrative enthalten. Im Laufe der Jahre hat sie mit Dokumenten über den Kalten Krieg gearbeitet, und in einer neueren Untersuchung zum Aufbau von Hegemonien hat Voluspa Jarpa zahlreiche Forschungsquellen untersucht, wie etwa frauenfeindliche Broschüren aus dem 19. Jahrhundert, Dokumente über das Thema Hysterie oder Studien zur Ausstellung von nicht-weißen Menschen in Zoos. Durch ihre Arbeit entlarvt sie die Texte und Bilder der Archive und zeigt, wie das hegemoniale System in seiner Substruktur aufgebaut ist. Zuschreibungen wie Rasse, Klasse, Geschlecht und sogar ganze geopolitische Zonen werden durch diese kulturellen, symbolischen und politischen Spannungen und Bindungen bestimmt. Jarpas Arbeit reflektiert über die Charakteristiken des Archivs, über das Thema Erinnerung sowie den sozialen und psychologischen Begriff des Traumas.

Im Jahr 2019 war repräsentierte die Künstlerin Voluspa Jarpa Chiles nationalen Pavillon auf der Biennale von Venedig. Ihre Werke sind in wichtigen Sammlungen vertreten, darunter MALBA in Buenos Aires, Sammlung Engel (Santiago), LARA Foundation (Singapur), Kadist Foundation (San Francisco), Sammlung Radobank (Eindhoven), Museo de Artes Visuales (Santiago), Blanton Museum of Art (Austin, USA).

Um die Ausstellung in Berlin zu besuchen, ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich. Adresse: Nome Gallery, Potsdamer Str. 72, 10785 Berlin

 

Fotos: Guyot Mendoza

 

 

"Internationale Gemeinschaft braucht bei Pandemien kollektive Antworten"

Berlin, 24. Februar 2021. Chiles Außenminister Andrés Allamand nahm am 10. Treffen des Strategischen Dreiecks Lateinamerika-Europa-Afrika teil, bei dem er den Impfprozess des Landes gegen Covid-19 hervorhob und über die daraus gewonnenen Erkenntnisse sprach, die die internationale Gemeinschaft bis zum heutigen Tage aus der Pandemie gewonnen hat.

Die Konferenz, an dem erstmals ein chilenischer Außenminister teilnahm, wurde vom Institut für die Förderung Lateinamerikas und der Karikik IPDAL organisiert. Neben der iberoamerikanischen Generalsekretärin Rebeca Grynspan nahmen an der Konferenz Portugals Außenminister Augusto Santos sowie weitere Vertreter internationaler Behörden teil.

Minister Allamand betonte, dass Chile der internationalen Gemeinschaft vorgeschlagen habe, an einem globalen Vertrag zu arbeiten, um künftig besser auf Herausforderungen zu Themen der Weltgesundheit reagieren zu können, und dass "die internationale Gemeinschaft eine kollektive Reaktion auf Pandemien erarbeiten muss".

Er versicherte auch, dass Frühwarnmechanismen vorhanden sein sollten, um die Bemühungen zu koordinieren, damit die Länder effektiver zusammenarbeiten können. In diesem Sinne betonte er, dass eine der wichtigsten anstehenden Aufgaben darin bestehe, "einen Mechanismus für einen gerechten und universellen Zugang zu Impfstoffen zu haben, damit diese die am stärksten gefährdeten Länder und Sektoren erreichen".

Chile will sich als Weltmarktführer für grünen Wasserstoff profilieren

 

Berlin, 30. Oktober 2020Am 3. und 4. November findet der „Chile 2020: Green Hydrogen Summit“ statt, die größte virtuelle Veranstaltung in Lateinamerika in diesem Bereich, an der Experten, Behörden und Branchenführer aus der ganzen Welt teilnehmen werden. Ziel ist es, die Rolle dieses Kraftstoffs bei der Energiewende und seine Geschäftsaussichten zu analysieren. Anmeldung auf der Seite: Green H2 Summit Chile

 

Chile wird am 3. und 4. November beim „Chile 2020: Green Hydrogen Summit“ im Fokus des Gesprächs über grünen Wasserstoff stehen. Es ist die größte Veranstaltung für grünen Wasserstoff in Lateinamerika und eine der wichtigsten digitalen Open-Access-Konferenzen zu diesem Thema. Dieses virtuelle Treffen wird vom Energieministerium, der Wirtschaftsförderung CORFO und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisiert und bringt Vertreter von Regierungen, Experten und Unternehmen zusammen, die die Entwicklung dieser Branche weltweit anführen.

Berlinale: Chile ist mit 25 Produzenten beim European Film Market vertreten

 

Berlin, 1. März 2021. Der European Film Market der Berlinale ist die Business-Plattform für das Filmgeschäft und für die Filmförderung. Beim EFM begegnen sich internationale Verleihfirmen, Festivalprogrammierer, Produzenten und Handelsvertreter. Ausnahmsweise findet dieser Marktplatz diesmal online statt, vom 1. bis 5. März. Chile war 2020 Country in Focus und nimmt in diesem Jahr erneut mit zahlreichen herausragenden Projekten von rund zwei Dutzend Produzenten am EFM teil.

 

Die 25 Produzenten, die ihre Projekte beim EFM der Berlinale vorstellen, bilden die Koordinaten einer neuen Generation des chilenischen Kinos ab, bei der dystopische Fiktionen, LGBTQ + -Themen sowie Autorendokumentationen die Vielfalt des nationalen Angebots darstellen. Dabei werden die kommenden Filme und Serien herausragender chilenischer Regisseure präsentiert: Claudia Huaiquimilla, Elisa Eliash, Nicolás Molina, Oscar Godoy und Andrés Waissbluth. Auch vielversprechende Filmemacher wie Diego Céspedes, Gabriela Pena, Juan Pablo Arias und Sebastián Ayala werden versuchen, die internationalen Netzwerke für ihre Debüts zu erweitern.

 

Im Folgenden finden sich Details zu den wichtigsten Projekten, die auf dem EFM Partner und Allianzen suchen, um ihre Entwicklung und Fertigstellung ihrer Filme zu erreichen, sowie die Namen der Cineasten, die für die Zukunft des chilenischen Kinos stehen. Link: https://cinemachile.cl/wp-content/uploads/2021/02/CCH-EFM-2021-presskit.pdf

NÜTZLICHE INFORMATIONEN FÜR REISENDE WÄHREND DER COVID-19-BESCHRÄNKUNGEN

 Cornonavirus-2020

Ab dem 05. April 2021 sind die Grenzen von Chile nochmals temporär geschlossen. Nationale chilenische Staatsbürger oder ausländische Bürger mit ständigen Wohnsitz in Chile können weiterhin nach Chile einreisen, unter Berücksichtigung der sanitären und gesundheitlichen Maßnahmen.
 
 
Gemäß dem Beschluss des chilenischen Gesundheitsministeriums muss jeder Reisende ab dem 01.04.2021 folgende Anforderungen einhalten:
 
 

Pablo de Rokha: Politischer Kopf und Poet der Avantgarde

  

Pablo de Rokha (1922, 1965). Ertmals sind seine Gedichte und seine Liebeslyrik in deutscher Sprache zu lesen. Fotos: Memoria Chilena

Berlin, 9. Oktober 2020.  Pablo de Rokha (1894 bis 1968) gilt als Avantgardist und als einer der wichtigsten Vertreter der lateinamerikanischen Lyrik. In der nun vorliegenden Anthologie "Mein Herz brüllt wie ein rotes Tier" (Edition Schwarzdruck, deutsch-spanische Ausgabe) ist eine Auswahl seiner Gedichte aus den Jahren 1916 bis 1966 erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Die Ausgabe enthält zudem verschiedene Gedichte von Winétt de Rokha, der Ehefrau, Muse und wichtigsten Weggefährtin des Poeten. Übersetzer Reiner Kornberger gibt uns im Interview einen Einblick in das Leben und Werk des chilenischen Künstlers, der zeitlebens ein sehr spannungsreiches Verhältnis zu seinem Zeitgenossen Pablo Neruda und dessen Kunst pflegte.

Was für ein Mensch war Pablo de Rokha?

Ein Mann mit Ecken und Kanten. Schon seine Schulkameraden nannten ihn „Amigo Piedra“ (Freund Stein). Seine äußere Erscheinung muss imposant gewesen sein, ein Hüne mit Stentorstimme, der sich aufgrund seiner Herkunft eher mit einfachen Leuten als mit der feineren Gesellschaft verstand. Groß war die Zahl seiner Feinde, doch vielen war er auch ein treuer Freund, mit dem man prächtig feiern konnte, und ein Familienmensch außerdem, der den „Klan Rokha“ zusammenhielt. Der Zeit entsprechend war er auch ein Macho, der aber das literarische Wirken seiner Frau Winétt nach Kräften unterstützte und für den eine Welt zerbrach, als sie 1951 starb.

Wie spiegelt sich die Welt in seiner Dichtung? Was macht sie so besonders?

Im Kosmos der meist freien Verse de Rokhas finden sich die ewigen Themen der Menschheit wie Liebe und Tod, die individuellen wie kollektiven Befindlichkeiten, die politischen und sozialen Kämpfe seiner Zeit und ihre Protagonisten, die Geographie Chiles und seine Bewohner, die Speisen und Getränke seines Landes. Seine Motive gestaltete er stets in einer überbordenden bild- und metaphernreichen, oft geradezu barocken Sprache, die er selbst als „vulkanisch, insular, dramatisch ozeanisch“ bezeichnete. Seine Lyrik ist nie hermetisch, fordert aber das Mitwirken und Mitempfinden der Leserschaft.

Nach welchen Gesichtspunkten wurden die Gedichte für diese erste deutsch-spanische Anthologie ausgewählt?

Es wurden Texte aus allen Schaffensphasen ausgewählt, von den frühen anarchistischen Anfängen über Futurismus, Surrealismus, das politische Engagement bis hin zum „Schwanengesang“ der großen Altersgedichte. Kämpferische Texte wie auch die Liebeslyrik sollen wechselseitige Bezüge zwischen Pablos Schaffen und dem seiner Frau Winétt herstellen. Daneben stehen auch Gedichte und Aphorismen, die seine Auseinandersetzung mit dichtungstheoretischen Fragen beleuchten.