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Berlinale: Chile ist mit 25 Produzenten beim European Film Market vertreten

 

Berlin, 1. März 2021. Der European Film Market der Berlinale ist die Business-Plattform für das Filmgeschäft und für die Filmförderung. Beim EFM begegnen sich internationale Verleihfirmen, Festivalprogrammierer, Produzenten und Handelsvertreter. Ausnahmsweise findet dieser Marktplatz diesmal online statt, vom 1. bis 5. März. Chile war 2020 Country in Focus und nimmt in diesem Jahr erneut mit zahlreichen herausragenden Projekten von rund zwei Dutzend Produzenten am EFM teil.

 

Die 25 Produzenten, die ihre Projekte beim EFM der Berlinale vorstellen, bilden die Koordinaten einer neuen Generation des chilenischen Kinos ab, bei der dystopische Fiktionen, LGBTQ + -Themen sowie Autorendokumentationen die Vielfalt des nationalen Angebots darstellen. Dabei werden die kommenden Filme und Serien herausragender chilenischer Regisseure präsentiert: Claudia Huaiquimilla, Elisa Eliash, Nicolás Molina, Oscar Godoy und Andrés Waissbluth. Auch vielversprechende Filmemacher wie Diego Céspedes, Gabriela Pena, Juan Pablo Arias und Sebastián Ayala werden versuchen, die internationalen Netzwerke für ihre Debüts zu erweitern.

 

Im Folgenden finden sich Details zu den wichtigsten Projekten, die auf dem EFM Partner und Allianzen suchen, um ihre Entwicklung und Fertigstellung ihrer Filme zu erreichen, sowie die Namen der Cineasten, die für die Zukunft des chilenischen Kinos stehen. Link: https://cinemachile.cl/wp-content/uploads/2021/02/CCH-EFM-2021-presskit.pdf

"Internationale Gemeinschaft braucht bei Pandemien kollektive Antworten"

Berlin, 24. Februar 2021. Chiles Außenminister Andrés Allamand nahm am 10. Treffen des Strategischen Dreiecks Lateinamerika-Europa-Afrika teil, bei dem er den Impfprozess des Landes gegen Covid-19 hervorhob und über die daraus gewonnenen Erkenntnisse sprach, die die internationale Gemeinschaft bis zum heutigen Tage aus der Pandemie gewonnen hat.

Die Konferenz, an dem erstmals ein chilenischer Außenminister teilnahm, wurde vom Institut für die Förderung Lateinamerikas und der Karikik IPDAL organisiert. Neben der iberoamerikanischen Generalsekretärin Rebeca Grynspan nahmen an der Konferenz Portugals Außenminister Augusto Santos sowie weitere Vertreter internationaler Behörden teil.

Minister Allamand betonte, dass Chile der internationalen Gemeinschaft vorgeschlagen habe, an einem globalen Vertrag zu arbeiten, um künftig besser auf Herausforderungen zu Themen der Weltgesundheit reagieren zu können, und dass "die internationale Gemeinschaft eine kollektive Reaktion auf Pandemien erarbeiten muss".

Er versicherte auch, dass Frühwarnmechanismen vorhanden sein sollten, um die Bemühungen zu koordinieren, damit die Länder effektiver zusammenarbeiten können. In diesem Sinne betonte er, dass eine der wichtigsten anstehenden Aufgaben darin bestehe, "einen Mechanismus für einen gerechten und universellen Zugang zu Impfstoffen zu haben, damit diese die am stärksten gefährdeten Länder und Sektoren erreichen".

Chile will sich als Weltmarktführer für grünen Wasserstoff profilieren

 

Berlin, 30. Oktober 2020Am 3. und 4. November findet der „Chile 2020: Green Hydrogen Summit“ statt, die größte virtuelle Veranstaltung in Lateinamerika in diesem Bereich, an der Experten, Behörden und Branchenführer aus der ganzen Welt teilnehmen werden. Ziel ist es, die Rolle dieses Kraftstoffs bei der Energiewende und seine Geschäftsaussichten zu analysieren. Anmeldung auf der Seite: Green H2 Summit Chile

 

Chile wird am 3. und 4. November beim „Chile 2020: Green Hydrogen Summit“ im Fokus des Gesprächs über grünen Wasserstoff stehen. Es ist die größte Veranstaltung für grünen Wasserstoff in Lateinamerika und eine der wichtigsten digitalen Open-Access-Konferenzen zu diesem Thema. Dieses virtuelle Treffen wird vom Energieministerium, der Wirtschaftsförderung CORFO und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisiert und bringt Vertreter von Regierungen, Experten und Unternehmen zusammen, die die Entwicklung dieser Branche weltweit anführen.

Poet Raúl Zurita mit dem spanischen XXIX. Reina Sofía-Preis ausgezeichnet

Berlin, 8. September 2020. Der Dichter Raúl Zurita (70) wurde mit dem XXIX. Reina Sofía-Preis für iberoamerikanische Poesie ausgezeichnet, der von der staatlichen spanischen Organisation „Patrimonia Nacional“ in Zusammenarbeit mit der Universität von Salamanca (USAL) vergeben wird. Raúl Zurita ist der dritte Chilene, der diese Auszeichnung erhalten hat. Der erste war Gonzalo Rojas im Jahr 1992.

Die Bekanntgabe von Zurita als Gewinner erfolgte via YouTube aus dem Königspalast in Madrid. "Der Preis würdigt seine Arbeit, sein poetisches Beispiel für die Überwindung von Schmerz: mit Versen, mit Worten, die dem Leben, der Freiheit und der Natur verpflichtet sind", sagte der Präsident von „Patrimonia Nacional“, Llanos Castellanos, und verwies auf das jahrelange Parkinsonleiden des chilenischen Dichters. Nachdem sich die Jury aufgrund der COVID-19-Pandemie digital versammelt hatte, führte Castellanos einen von Zuritas Gedichten als Beispiel dafür an, wie man der Krise der Pandemie begegnen könne.

NÜTZLICHE INFORMATIONEN FÜR REISENDE WÄHREND DER COVID-19-BESCHRÄNKUNGEN

 Cornonavirus-2020


Gemäß Beschluss 1147/20 des chilenischen Gesundheitsministeriums muss jeder Reisende ab dem 31.12.2020 folgende Anforderungen einhalten:

Pablo de Rokha: Politischer Kopf und Poet der Avantgarde

  

Pablo de Rokha (1922, 1965). Ertmals sind seine Gedichte und seine Liebeslyrik in deutscher Sprache zu lesen. Fotos: Memoria Chilena

Berlin, 9. Oktober 2020.  Pablo de Rokha (1894 bis 1968) gilt als Avantgardist und als einer der wichtigsten Vertreter der lateinamerikanischen Lyrik. In der nun vorliegenden Anthologie "Mein Herz brüllt wie ein rotes Tier" (Edition Schwarzdruck, deutsch-spanische Ausgabe) ist eine Auswahl seiner Gedichte aus den Jahren 1916 bis 1966 erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Die Ausgabe enthält zudem verschiedene Gedichte von Winétt de Rokha, der Ehefrau, Muse und wichtigsten Weggefährtin des Poeten. Übersetzer Reiner Kornberger gibt uns im Interview einen Einblick in das Leben und Werk des chilenischen Künstlers, der zeitlebens ein sehr spannungsreiches Verhältnis zu seinem Zeitgenossen Pablo Neruda und dessen Kunst pflegte.

Was für ein Mensch war Pablo de Rokha?

Ein Mann mit Ecken und Kanten. Schon seine Schulkameraden nannten ihn „Amigo Piedra“ (Freund Stein). Seine äußere Erscheinung muss imposant gewesen sein, ein Hüne mit Stentorstimme, der sich aufgrund seiner Herkunft eher mit einfachen Leuten als mit der feineren Gesellschaft verstand. Groß war die Zahl seiner Feinde, doch vielen war er auch ein treuer Freund, mit dem man prächtig feiern konnte, und ein Familienmensch außerdem, der den „Klan Rokha“ zusammenhielt. Der Zeit entsprechend war er auch ein Macho, der aber das literarische Wirken seiner Frau Winétt nach Kräften unterstützte und für den eine Welt zerbrach, als sie 1951 starb.

Wie spiegelt sich die Welt in seiner Dichtung? Was macht sie so besonders?

Im Kosmos der meist freien Verse de Rokhas finden sich die ewigen Themen der Menschheit wie Liebe und Tod, die individuellen wie kollektiven Befindlichkeiten, die politischen und sozialen Kämpfe seiner Zeit und ihre Protagonisten, die Geographie Chiles und seine Bewohner, die Speisen und Getränke seines Landes. Seine Motive gestaltete er stets in einer überbordenden bild- und metaphernreichen, oft geradezu barocken Sprache, die er selbst als „vulkanisch, insular, dramatisch ozeanisch“ bezeichnete. Seine Lyrik ist nie hermetisch, fordert aber das Mitwirken und Mitempfinden der Leserschaft.

Nach welchen Gesichtspunkten wurden die Gedichte für diese erste deutsch-spanische Anthologie ausgewählt?

Es wurden Texte aus allen Schaffensphasen ausgewählt, von den frühen anarchistischen Anfängen über Futurismus, Surrealismus, das politische Engagement bis hin zum „Schwanengesang“ der großen Altersgedichte. Kämpferische Texte wie auch die Liebeslyrik sollen wechselseitige Bezüge zwischen Pablos Schaffen und dem seiner Frau Winétt herstellen. Daneben stehen auch Gedichte und Aphorismen, die seine Auseinandersetzung mit dichtungstheoretischen Fragen beleuchten.

Wasserstoff-Strategie: Minister Jobet legt Plan für Energiepolitik bis 2050 dar

Berlin, 7. September 2020. Chile will bis zum Jahre 2030 zu den weltweit führenden Produzenten von grünem Wasserstoff gehören. In einem Webinar mit rund 100 Teilnehmern aus Industrie, Wissenschaft und öffentlichen Einrichtungen stellte Energieminister Juan Carlos Jobet die Eckpunkte der nationalen Wasserstoff-Strategie 2050 vor.

Die Details der Strategie werden im kommenden November bekanntgegeben werden. An dem Webinar nahmen auch Christian Hellbach, der deutsche Botschafter in Chile, und die chilenische Botschafterin in Deutschland, Cecilia Mackenna, teil. Beide schlossen sich der Einladung des Ministers an potenzielle Unternehmenspartner und Investoren aus Deutschland an.

Chile möchte weltweit neue Maßstäbe setzen bei der Produktion sowie beim Export grünen Wasserstoffs. „Unser Land strebt die vollständige Klimaneutralität bis zum Jahre 2050 an“, unterstrich der Minister. Die endgültige Schließung der Kohlekraftwerke in Chile wird nach dem aktuellen Zeitplan bis 2040 abgeschlossen sein. Bereits in den vergangenen Jahren sind die Preise für Solar- und Windenergie im internationalen Markt stark gesunken, und diese fortlaufende Tendenz bildet die Basis für die künftige Produktion von Wasserstoff zu extrem wettbewerbsfähigen Preisen.