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NÜTZLICHE INFORMATIONEN FÜR REISENDE WÄHREND DER COVID-19-BESCHRÄNKUNGEN

 Cornonavirus-2020

Berlin, 6. April 2020. Bereits seit dem 18. März 2020 hält Chile seine Grenzen wegen der Corona-Epidemie geschlossen. Chilenische Staatsbürger/innen sowie in Chile wohnhafte Ausländer/innen, die aus Risikogebieten (Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Iran, Republik Korea und Japan) kommen, können nur nach Chile einreisen, wenn sie sich bestimmte Gesundheitsvorkehrungen beachten, wie etwa die 14tägige Quarantäne. Ausländer/innen können auch nach dem 18. März von Chile aus in ihre Heimatländer zurückreisen. Hier einige nützliche Hinweise und Websites:

Prominente Teilnahme der chilenischen Delegation am European Film Market der Berlinale

Berlin, 6. März 2020. Kulturstaatssekretär Juan Carlos Silva besuchte die deutsche Hauptstadt, wo er sich aus Anlass der 70. Berlinale mit Vertretern der Bundesregierung sowie mit Repräsentanten des „European Film Markets“ traf, um den Austausch im audiovisuellen Bereich zwischen beiden Ländern weiter zu vertiefen. Chile war in diesem Jahr als „Country in Focus“ beim Filmmarkt des Festivals. Während seiner Visite wurde der Staatssekretär von Botschafterin Cecilia Mackenna begleitet.

Staatssekretär Silva traf sich in Berlin mit Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik beim Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten, um sich über verschiedene Themen in der deutsch-chilenischen Zusammenarbeit auszutauschen, wie z.B. das bilaterale Koproduktionsabkommen im Filmbereich, welches in Kürze in Kraft treten wird. Beim Axel-Springer-Verlag beriet sich der Staatssekretär mit den Experten des Verlagshauses zum Thema geistiges Eigentum.

"Von Deutschland können wir lernen, wie wir die Kinoförderung und Finanzierung für Filmschaffende in Chile noch verbessern können, indem wir maßgeschneiderte Instrumente und zielgenaue Angebote für die Branche und für einzelne Künstler anbieten", sagte der Staatssekretär im Anschluss an die Treffen. Seinen Besuch in Deutschland wertete er als Erfolg.

Kunst: Alejandra Ruddoff auf der Suche nach der Wahrheit des Augenblicks

  

Berlin, 3. Februar 2020. In ihren großformatigen Skulpturen aus Holz, Aluminium oder Eisen behandelt Alejandra Ruddoff existenzielle Fragen von Mensch und Materie, die sich in Raum und Zeit bewegen und verändern. Für ihr umfangreiches Werk und ihre ausdrucksstarke plastische Sprache wurde die vielfach ausgezeichnete Bildhauerin zum Mitglied der chilenischen Akademie der Künste berufen.

„Die Beschaffenheit von Materialien, die Steine und die Sterne am Himmel, die Suche nach dem Sinn und Ursprung unserer Existenz. Die Frage, wie sich die Materie im Laufe der Zeit transformiert. All das hat mich schon zeitlebens umgetrieben“, erzählt die Künstlerin.

In ihrer Rede anlässlich der Berufung an die Akademie erwähnte sie die chilenische Astrophysikerin Paula Jofré, die nach Wegen suchte, die Sterne unserer Galaxie als Stammbaum zu visualisieren. Dabei gehe die Wissenschaftlerin von der Prämisse aus, dass die Sterne eine messbare DNA haben. „Paula Jofré hat konkrete Ergebnisse gezeigt, die die Möglichkeit eines greifbaren Universums eröffnen, einer Sternenkartographie.“

Die künstlerische Suche nach den Sternen beginnt für Alejandra Ruddoff nicht selten im Alltag der Großstadt, in ihrem Atelier im Stadtteil Kreuzberg in Berlin, wo sie seit zehn Jahren lebt. Dort denkt sie auch über ihre neue Rolle als miembro correspondiente der Akademie nach: „Diese Ernennung hat mich überrascht und gefreut. Ich empfinde die neue Aufgabe als eine große Verantwortung.“ Sie verstehe sich nun als offizielle Stimme, eine Art Brückenbauerin und kulturelle Botschafterin zwischen Chile und Europa.

Strategie zur Internationalisierung des chilenischen Buchmarktes

 

Berlin, 16. Oktober 2019. Der Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse ist für Chile seit fünf Jahren ein wichtiger Bestandteil der Strategie zur stärkeren Internationalisierung des heimischen Buchmarktes. In diesem Jahr repräsentiert eine Delegation aus 17 Verlagsvertretern, Branchenexperten und Schriftstellern das Land. Für das Kulturprogramm sind die preisgekrönten Romanciers María José Ferrada („Kramp“) und Carlos Franz auf Einladung des chilenischen Kulturministeriums nach Deutschland gekommen.

Carlos Franz stellt seinen Roman „Das Quartett der Liebenden" vor, der soeben in deutscher Übersetzung bei der Büchergilde Gutenberg erschienen ist (Originaltitel: „Si te vieras con mis ojos“). Im Anschluss an die Buchmesse wird Carlos Franz sein Werk zudem im Rahmen einer Lesereise in verschiedenen deutschen Städten präsentieren (Details s. unten).

Nachwuchsautor Benjamín Labatut liest in Frankfurt aus seinem Erstling mit Kurzgeschichten ("Die Antarktis beginnt hier"). Das Buch wurde in Mexiko veröffentlicht und hat bereits zwei renommierte Preise gewonnen. Sein nunmehr drittes Werk, "A terrible greenery", wurde auf der Frankfurter Buchmesse 2018 als Manuskript vorgestellt und ist inzwischen schon in sechs verschiedenen Sprachen erschienen.Insgesamt wird am Chile-Stand eine große Auswahl an Werken chilenischer Autoren und Autorinnen geboten, die dank der Unterstützung des Dirac*-Übersetzungsprogramms in anderen Sprachen zugänglich wurden.

Das Goethe-Institut Chile würdigt auf der aktuellen Buchmesse die Literaturnobelpreisträgerin Gabriela Mistral (1889-1957) und weitere Schriftstellerinnen mit der Präsentation des Projektes „entreLíneas“, welches das Ziel verfolgt, einen kulturellen Austausch zwischen jungen Schriftsteller/innen aus Chile und Deutschland zu ermöglichen.

Berlinale: Premiere des Films "Der Tango des Witwers" von Raúl Ruiz

    

Zu den besonderen Highlights auf der Berlinale 2020 gehören die Premiere des Films „El tango del viudo y su espejo deformante“ (The Tango of the Widower) von Raúl Ruiz. und Valeria Sarmiento. 

Berlin, 14. Februar 2020. In wenigen Tagen wird Chile zum Protagonisten der vierten Edition des "Country in Focus" auf dem European Film Market. Dieser große audiovisuelle Markt der Berlinale (20. Februar bis 1. März) bringt Produzenten, Distributoren und Repräsentanten der weltweiten Filmindustrie zusammen. Chile wird als erstes Land Südamerikas Teil dieser speziellen Sektion sein, deren Ziel es ist, die Filmindustrie eines bestimmten Landes zu fördern und ihm eine spezielle Plattform zu bieten. Die Initiative soll die bilateralen Beziehungen zwischen dem chilenischen und deutschen Kino stärken, denn zwischen beiden Ländern wurde ein Abkommen über audiovisuelle Koproduktionen unterzeichnet, das im Laufe des Jahres in Kraft treten soll.

Chile wird in den meisten Festival-Sektionen der diesjährigen Berlinale (20. Februar bis 1. März) vertreten sein. Mehr als 70 Filmschaffende und Repräsentanten der Filmindustrie stellen die neuen chilenischen Filme und unabhängigen Serien auf dem Berliner Branchentreffen vor. Besondere Highlights aus Chile auf der diesjährigen Berlinale sind die Premiere von El tango del viudo y su espejo deformante („The Tango of the Widower“), ein Film, der 1967 von Raúl Ruiz initiiert wurde und jetzt von seiner Partnerin Valeria Sarmiento gemeinsam mit der Produzentin Poetastros zu Ende gebracht wurde. Der Film eröffnet die Sektion Forum der Berlinale, eine der wichtigsten der Veranstaltung, die sich als Plattform für experimentelle und zeitgenössische Werke versteht. Daneben ist die Teilnahme der preisgekrönten Regisseurin Dominga Sotomayor zu erwähnen, die als eine der Juroren bei „Encounters“ ausgewählt wurde. Die Sektion „Encounters“, die in diesem Jahr erstmals bei der Berlinale stattfindet, widmet sich neuen Filmvisionen.

Informationsreise mit Update zu Themen Wasserstoff und Elektromobilität

Berlin, 20. Dezember 2019. Im Kontext der Energiepartnerschaft zwischen Chile und Deutschland reisten Fachbeamte des Energieministeriums nach Berlin und Hamburg, um sich über die Themen Wasserstoff und Elektromobilität zu informieren.

An dem Besuch nahmen Daniela Soler (Leiterin der Arbeitsgruppe Effiziente Verkehrssysteme) und Benjamin Maluenda (Experte im Arbeitsbereich Wasserstoff, Zukunftsforschung und Folgenabschätzung der Regulierungsmaßnahmen) teil. Ihr Ziel war es, neue Bereiche der bilateralen Kooperation zu erschließen und damit die im April 2019 unterzeichnete Energiepartnerschaft zwischen Chile und Deutschland zu fördern und zu vertiefen. Neben einem Seminar über erneuerbare Energien in Hamburg standen auch verschiedene Besuche bei Counterparts des öffentlichen und privaten Sektors auf dem Programm, sowohl in Hamburg wie auch in Berlin.

ANUGA: Chiles Lebensmittelbranche setzt auf Nachhaltigkeit und Qualität

Berlin, 7. Oktober 2019. Mehr als 40 chilenische Unternehmen, begleitet von der staatlichen Exportförderungsagentur ProChile, besuchen die Lebensmittelmesse ANUGA in Köln, um das erstklassige Lebensmittelangebot des Landes zu präsentieren. An seinem Messestand zeigt Chile die Fortschritte des Landes im Bereich der Nachhaltigkeit, mit deren Hilfe die Herausforderungen der Nahrungsmittel der Zukunft erfüllt werden sollen.

Seit 2012 hat sich das Land der nachhaltigen Umwandlung aller seiner Wirtschaftssektoren verpflichtet. Durch einen Rechtsrahmen und ein Anreizprogramm soll die gesamte Lebensmittelproduktionskette verbessert werden. Ziel ist es, sich den globalen Zielen im Umweltschutz anzuschließen, sich auf die wachsende Nachfrage nach ökologischen Produkten vorzubereiten und die Position als führender Akteur der weltweiten Lebensmittelindustrie beizubehalten.