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Zukunftskongress 2018 über Ethik in Wissenschaft und Politik

ALMA, das Netzwerk von 66 Radioteleskopen, das die Europäische Südsternwarte in Chile betreibt, wird im Rahmen des Zukunftskongresses 2018 von Wissenschaftlern besucht werden. Foto: ESO

Berlin, 12. Januar 2018. Der „Congreso Futuro" ist die bedeutendste wissenschaftlich-humanistische Veranstaltung Chiles. Sie findet in diesem Jahr zum siebten Mal statt (15. bis 21. Januar), Das Schwerpunktthema für 2018 ist „Ethik“. Der Zukunftskongress hat das Ziel, die wissenschaftliche Welt und die Zivilgesellschaft Chiles stärker zusammenzubringen.

 

Mehr als 130 internationale Wissenschaftler und renommierte Experten aus 27 Ländern werden über die gesellschaftlichen Herausforderungen durch Technologie und Wissenschaft, Innovation und Klimawandel debattieren. Organisiert wird der Kongress von der „Comisión Desafíos del Futuro“ (Kommission für Herausforderungen der Zukunft) des chilenischen Senats. Die Veranstaltung findet in den Räumen des ehemaligen Nationalkongresses im Zentrum von Santiago statt, im San Ginés Theater sowie in den Regionen des Landes.

 

"Der Kongress der Zukunft ist inzwischen zur wichtigsten wissenschaftlichen Diskussionsveranstaltung in Lateinamerika und zu einer der wichtigsten weltweit geworden. Er bietet eine Chance für die chilenischen Bürger, in eine Debatte einzutreten mit Wissenschaftlern von Weltrang, die zu den Vorreitern des kritischen Denkens gehören", erklärte Senator Francisco Chahuán, ein Mitglied der Kommission für Herausforderungen der Zukunft. Hervorzuheben unter den Teilnehmern ist die Organisation „Build Peace“, mit der Aktivistin Scilla Elworthy, die bereits dreimal für den Friedensnobelpreis nominiert wurde. Eine systemische Sicht des Lebens gibt der Physiker Fritjof Capra; und das Thema Wohlstand auf einem endlichen Planeten wird von Tim Jackson erörtert, Professor für nachhaltige Entwicklung an der Universität von Surrey in England. In jeder Sitzung kommen Themen zur Sprache, die dazu anregen, über neue Lebensformen auf einem sich verändernden Planeten nachzudenken.

Zusätzlich zu den Hauptvorträgen wird es in allen Regionen Chiles Aktivitäten geben, u.a. Exkursionen, Filmzyklen und Aktivitäten für Kinder. Zudem wird es für Wissenschaftler auch die Gelegenheit geben, an Exkursionen zu zwei „natürlichen Laboratorien“ Chiles teilzunehmen, die Antarktis und das ALMA-Observatorium in der Atacamawüste – beides sind Orte mit idealen Eigenschaften für die Forschung und Entwicklung. Das Wissenschaftsmagazin Nature sowie Nobel Media und BBC News Science werden auf internationaler Ebene Teil der offiziellen Medienberichterstattung über den Kongress der Zukunft sein. Dies soll dazu beitragen, Chile zu einem globalen Zentrum für wissenschaftliche und technologische Forschung zu machen. Website "Congreso Futuro"