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Frauen und Handel: Förderung und Inklusion durch das Global Trade + Gender Arrangement

Berlin, 23. September 2021.- Die Botschaften von Chile, Neuseeland und Kanada in Deutschland haben ein Webinar zum Thema „Frauen und Handel – Förderung durch Inklusion“ organisiert. Die Veranstaltung war eine von mehreren Aktivitäten, die das Ziel verfolgen, das Global Trade and Gender Agreement (GTAGA) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bekannt zu machen.

Unterstützt wurde die Veranstaltung auch von der Abteilung für inklusiven Handel des chilenischen Staatssekretariats für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (SUBREI). Moderiert wurde das Online-Panel wurde von Leonie Hopgood. Sie leitet das Programm Gender und Internationale Politik, und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bundestags. Für Chile nahm Fernanda Vicente teil, Vorsitzende und Gründerin der Unternehmerinnenplattform Mujeres del Pacífico. Neuseeland wurde von Ali Hamilton vertreten, der zweiten ständigen Vertreterin der Botschaft Neuseelands bei der Welthandelsorganisation (WTO) und ehemalige Beauftragte der Handelsagentur Trade For All. Und die indigene Kanadierin Dawn Madahbee repräsentierte als Vizepräsidentin des National Indigenous Economic Development Board.

Einreise nach Chile ab Oktober unter Einhaltung der Hygiene-Regeln möglich

Berlin, 22. September 2021. Chile flexibilisiert seine Einreisebeschränkungen ab 1. Oktober 2021. Zu den Voraussetzungen für Touristen oder Geschäftsreisende, die ab diesem Zeitpunkt ins Land einreisen möchten, gehören der Nachweis einer vollständigen Impfung sowie die Einhaltung einer fünftägigen Quarantäne. Dies sind die Anforderungen für ausländische Einreisende (ohne Wohnsitz in Chile) im Detail. 

1.-Reisende müssen ein negatives PCR-Testergenis vorlegen. Der Test darf nicht länger als 72 Stunden vor dem Abflug zurückliegen. Bei Stopover-Flügen ist der Zeitpunkt des letzten Boardings entscheidend.

2.-Die vollständige Impfung des Passagiers muss auf der Website mevacuno.gob.cl validiert werden. Achtung: Dies kann bis zu 30 Tage dauern! Auf der Website - bitte dort Option "Extranjero" wählen - erhält man dann einen „Mobility Pass“, der 30 Tage gültig ist und der nach der vorgeschriebenen fünftägigen Quarantäne aktiviert wird, also ab Tag sechs nach der Einreise.

3.-Bei der Impfbestätigung ist darauf zu achten, dass das verabreichte Vakzin den Anforderungen einer der folgenden Behörden entspricht: chilenische Gesundheitsbehörde ISP, Weltgesundheitsorganisation WHO, US-Behörde Food and Drug Administration FDA oder Europäische Arzneimittel-Agentur EMA.

Amalia Valdés und die Vorstellungswelt der andinen Ureinwohner

  

Berlin, 20. Juli 2021. In ihrem Werk "Und alle sind wir eins" widmet sich die chilenische Künstlerin Amalia Valdés der Vorstellungswelt der andinen Ureinwohner. In ihrer Arbeit interpretiert sie die „Wiphala“, Sinnbild der Einheit und Ganzheitlichkeit in der Philosophie der Ersten Völker Lateinamerikas. Ihre Ausstellung ist bis zum 28. August in der Berliner Galerie Mommsen35 zu sehen.

Die Arbeit besteht aus einer Hängung von 49 Modulen, bestehend aus Korkplatten, die eine Wiphala nachbilden. Die Wiphala ist eine quadratische Flagge, die die sieben Farben des Regenbogens enthält, und zu gleichen Teilen aufgeteilt ist. Das harmonische Emblem drückt Einheit aus und wird von mehreren südamerikanischen Kulturen verwendet. Dieses Symbol ist viel mehr als eine Flagge, es ist die Darstellung der andinen Philosophie, die durch Raum, Zeit und Energie ein Ganzes bildet. Auf diese Weiseerkennt das Projekt die Philosophie der ursprünglichen lateinamerikanischen Völker als eine vitale und wesentliche Weltanschaung an, die uns wieder mit dem Ursprung des Kosmos verbindet.

Absichtserklärung zur Gründung einer deutsch-chilenischen Task-Force Wasserstoff unterzeichnet

Berlin, 1. Juli 2021. Energieminister Juan Carlos Jobet und der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben in Berlin eine Absichtserklärung für die verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff unterzeichnet und kündigten die Einrichtung einer Task-Force zu dem Thema an. Beide Länder verstehen sich in Energiefragen als strategische Partner, und die vertiefte Zusammenarbeit beider Regierungen begann bereits seit 2019 im Rahmen einer Energiepartnerschaft.

Das Ziel der nun geschaffenen Task Force ist es unter anderem, geeignete Rahmenbedingungen für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft zu schaffen und gemeinsame Leuchtturmprojekte zu identifizieren. Hierzu werden regelmäßige Treffen der Arbeitsgruppe abgehalten, um den bilateralen Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Chile und Deutschland in diesem Bereich zu stärken. „Wir teilen mit Deutschland die Ausrichtung an der angestrebten Kohlenstoffneutralität bis 2050. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der grüne Wasserstoff essentiell“, führte Energieminister Jobet aus. Die Task-Force Wasserstoff wird sich unterschiedlichen Themen widmen, wie etwa dem Ausbau von Lieferketten bei gleichzeitigem Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich Sicherheitsnormen und –verfahren. Außerdem kann die Arbeitsgruppe dabei helfen, Grundlagen für Zertifizierungen zu entwickeln sowie gemeinsam Forschungs-, Pilot- und Demonstrationsprojekte zu initiieren. Die Arbeitsgruppe ist zunächst für die Dauer von 12 Monaten vorgesehen; dann soll bewertet werden, ob und wie es weitergeht. Beide Minister betonten, dass die neue Task-Force auch Möglichkeiten bieten wird, Investitionen zu identifizieren und Konsortien einzurichten, sowie Netzwerke in den Privatsektor zu vertiefen. 

Zeichnerin Sandra de la Horra erhält den Kunstpreis der Sächsischen Akademie


Berlín, 10. September 2021. Die Künstlerin Sandra de la Horra ist heute mit dem renommierten Hans-Theo-Richter-Preis der Sächsischen Akademie der Künste geehrt worden, als „eine der bemerkenswertesten Zeichnerinnen der Gegenwart“. Die Zeremonie der Preisverleihung fand im Dresdner Kupferstichkabinett statt und war zugleich die Eröffnung der Ausstellung "Geheimnis umhüllte Welt" mit den Werken der in Berlin lebenden Künstlerin.

Die Preisjury urteilte: “Sandra de la Horras eigenständige, zutiefst poetische Bildwelt entwächst dem persönlichen Erleben“. Ihr Werk wurzele in Traditionen und Mythen ihrer chilenischen Herkunft und schöpfe ebenso aus Quellen der europäischen Kulturgeschichte.

Sandra de la Horra kommt gebürtig aus Viña del Mar.Ihre Familie hat auch spanische Wurzeln. Der Namensteil „de la Horra“ lässt sich bis zum spanischen Adel des 15. Jahrhunderts zurückverfolgen. Ihr Großvater stammte aus der Region Burgos (San Martín de Rubiales) und floh in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts - nach dem Spanischen Bürgerkrieg und der Machtergreifung Francos - aus dem südfranzösischen Toulouse mit dem Schiff nach Brasilien.

Minister Jobet zur Wasserstoffstrategie: "Der Exportmarkt ist der Schlüssel"

Berlin, 17. Juli 2021. Im Rahmen seines Deutschlandbesuches hat sich der Minister für Energie und Bergbau, Juan Carlos Jobet, in Berlin mit dem Tagesspiegel-Journalisten Christian Schaudwet getroffen und ihm im Interview dargelegt, wie Chile sich durch die Entwicklung der erneuerbaren Energien und mittels seiner Wasserstoff-Strategie modernisiert.

Tagesspiegel: Herr Minister, während Ihres Besuchs in Deutschland dreht sich alles um grünen Wasserstoff. Der wird hier bald begehrt sein, und Chile will groß in die Produktion einsteigen. Nehmen Sie schon Export-Deals mit nach Hause?

 

Jobet: Wir bekommen eine Menge Interesse aus dem Ausland – besonders, seit wir im November unsere grüne Wasserstoffstrategie verabschiedet haben. Damals hatten wir 20 Projekte. Heute haben wir doppelt so viele. Und ich glaube, auf dieser Europareise haben wir die Beziehungen zu mehreren potenziellen Partnern gestärkt. In Deutschland zu Siemens, MAN, Porsche, Linde, BMW, RWE – an einem einzigen Tag. Am nächsten Tag gingen die Gespräche weiter mit der Deutschen Bahn, Thyssenkrupp und Austria Energy. Mit den meisten haben wir uns auf sehr konkrete nächste Schritte geeinigt.

Gedenkkultur: Justizminister Hernán Larraín hat das erste digitale Erinnerungsarchiv in Chile eröffnet

Berlin, 30. Mai 2021. Hernán Larraín, Minister der Justiz und für Menschenrechte, hat das erste digitale Archiv zur nationalen historischen Erinnerung eröffnet. „Dieses Archiv soll künftig ein nationaler wie internationaler Bezugspunkt zum Thema Erinnerung und Menschenrechte werden“, sagte der Minister beim Start. Staatssekretärin Lorena Recabarren fügte hinzu, vorrangiges Ziel der Initiative sei es, bereits vorhandene Kulturprojekte und Erinnerungsorte zu registrieren, zu systematisieren und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Der Minister hob hervor: „Auch einschlägige Organisationen aus der Zivilgesellschaft werden sich mit ihren Aktivitäten und Netzwerken einbringen können, so dass das Archiv ständig aktualisiert und vervollständigt werden kann.“ Das Projekt sehe auch ein nationales Verzeichnis vor, um die Orte der Erinnerung sichtbar machen und sie zu geolokalisieren. Die Dokumentensammlung sei außerdem in den Rahmen der definierten Ziele und Aktivitäten des nationalen Menschenrechtsplans eingebettet. „Auf diese Weise haben wir als Land die Möglichkeit, historische Erinnerung noch stärker bekannt zu machen und lebendig zu halten und so an die Zukunft zu denken, und dies soll dazu beitragen, dass Geschehnisse dieser Art sich niemals wieder ereignen“.